Gespräch mit Straßenbauamt suchen

"Eine ganz schwierige Situation"

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Für Fußgänger, die von der Lechbrücke kommen oder dorthin wollen, ist es schwierig bei starkem Verkehr die Schwangauer Straße zu überqueren. Probleme macht hier die unübersichtliche Kurve – auch für Querungshilfen.

Füssen – Wie kann die Schwangauer Straße für Fußgänger sicherer gemacht werden? Mit einer Ampel, schlug jetzt ein achtjähriger Füssener der Stadtverwaltung vor.

Wie er sich das vorstellt, zeigte sein selbst gemaltes Bild. Doch so einfach ist das an dieser Stelle gar nicht, stellte sich in der jüngsten Sitzung des Verkehrsausschusses heraus. „Das ist eine ganz schwierige Situation“, erklärte Manfred Schweinberg von der städtischen Verkehrsbehörde. 

Bereits in der Vergangenheit hatten die Stadträte über Querungsmöglichkeiten in der Schwangauer Straße beraten. Nur Anregungen möglich Doch die waren alle wegen der örtlichen Gegebenheiten nicht umsetzbar, heißt es von Seiten der Stadt.

 Das Problem: Dort, wo eine Ampel Sinn macht, ist eine unübersichtliche Kurve. Dahinter fehlen die nötigen Aufstellflächen, so Schweinberg. Davor mündet aber die Mühlbachgasse in die Schwangauer Straße. Ein weiteres Problem: Die Stadt ist für die Straße überhaupt nicht zuständig, da es sich um eine Bundesstraße handelt. 

Deshalb wollte Dr. Martin Metzger (BfF) wissen, ab welchen Verkehrszahlen die Stadt Füssen eine Ampel verlangen könne. Nach Kenntnis von Andreas Ullrich (FWF) müssten dafür 250 Fußgänger pro Stunde die Straße queren. „Das haben wir nicht einmal in der Kemptener Straße hinbekommen“, so Ullrich. 

Für diese Zahlen „brauchen wir die Ampel“, hielt Metzger dagegen. Deshalb müsse man sich auf die Anzahl der Autos konzentrieren, so der Stadtrat. „Sie kriegen sofort eine Ampel, wenn sie sagen, dass die Stadt Füssen sie zahlt“, warf Polizist Thomas Meiler ein. 

Doch dafür müsste die Stadt zwischen 15.000 und 20.000 Euro aufbringen. Ein Ende im Nichts Das ist allerdings nicht die einzige gefährliche Situation in dem Bereich: „Der südliche Gehweg, der die Schwangauer Straße mit der Tiroler Straße verbindet, endet im Nichts“, sagte Ullrich. „Wir versuchen Möglichkeiten zu finden“, versprach Bürgermeister Paul Iacob (SPD). So könnte man beispielsweise mit Geschwindigkeitsbegrenzungen die Lage sicherer machen. 

Deshalb soll jetzt auch die Füssener Stadtverwaltung Gespräche mit dem Straßenbauamt führen und klären, welche Möglichkeiten es gibt, die Gefahren für Fußgänger zu entschärfen. Dafür sprachen sich die Räte im Verkehrsausschuss einstimmig aus.

kk

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