Bürgermeister Iacob will noch in diesem Jahr über Verkehrskonzept entscheiden lassen

Kommt eine Entscheidung?

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Ein alltägliches Bild im Sommer: Stau an der Einmündung der Luitpoldstraße in die Ottostraße. Ein Konzept zur Lösung des innerstädtischen Verkehrsproblems soll noch heuer verabschiedet werden.

Füssen – Noch in diesem Jahr will Bürgermeister Paul Iacob einer Lösung der innerstädtischen Verkehrsproblematik näher kommen: Gegenüber dem Kreisboten kündigte er für November oder Dezember eine Sondersitzung des Stadtrates an, um eine Änderung des Bebauungsplans zu diskutieren und zu beschließen.

Nach der Planungsphase im kommenden Jahr könnte dann bereits 2016 gebaut werden. 

Wer kennt das in den Sommermonaten nicht? 

Wer vom Füssener Westen in Richtung Schwangau oder Forggensee will, steht so sicher wie das Amen in der Kirche in der Otto-, Luitplod- oder Augsburger Straße im Stau. Nichts geht mehr. Der Frust wächst, das Hupkonzert wird lauter. Auch für Passanten ist das Ganze längst kein Spaß mehr. Mögliche Lösungen werden schon lange diskutiert, ohne dass Verwaltung und Politik bisher jedoch den entscheidenden Schritt weiter gekommen sind. Das könnte sich nun aber ändern. Wie Bürgermeister Iacob vergangene Woche gegenüber unserer Zeitung ankündigte, soll der Stadtrat im Rahmen einer Sondersitzung noch in diesem Jahr über eine Änderung des betroffenen Bebauungsplans debattieren und entscheiden. Diese sieht wie mehrfach im Kreisboten berichtet vor, die Luitpoldstraße zu einer zweispurigen Einbahnstraße auszubauen, die den Verkehr zum und durch den Luitpoldkreisel führt, „so „das man sich in der Luitpoldstraße frühzeitig einordnen kann“, erklärte Iacob. Der westwärtige Verkehr soll dagegen über die Bahnhofstraße und einen „Durchstich“ durch den Freyberg-Garten zum Kreisverkehr an der Otto-/Von-Freyberg-Straße fließen. 

Erleichtert werden könnte das Vorhaben durch einen Eigentümerwechsel im „Luitpoldpark-Hotel“. Dessen bisheriger Eigentümer hatte wie berichtet ein Normenkontrollverfahren gegen die Pläne einer Durchfahrt durch den Freyberg-Garten angestrengt. Der neue Eigentümer steht dem Vorhaben der Verwaltung aber anscheinend offener gegenüber und erwägt offenbar, die Klage zurückzuziehen. „Ich bin guter Dinge“, berichtete Iacob über erste Gespräche mit dem neuen Besitzer. Weitere Treffen zwischen beiden Seiten sollen im Laufe des Jahres folgen. 

Baubeginn 2016? 

Sollte der Stadtrat in der für November oder Dezember geplanten Sondersitzung tatsächlich grünes Licht geben, könnte laut Iacob bereits 2015 der Einstieg in die Planungsphase erfolgen. Gebaut werden würde dann 2016 – und zwar in einem Zug. Alles andere mache keinen Sinn, so Iacob. Zunächst würde der Durchstich durch den Freyberg-Garten in Angriff genommen werden. 

Dann sollen Bahnhof und Busbahnhof folgen. „Die Maßnahmen müssen wir in einem durchziehen“, betonte Iacob. Im Anschlus soll der Ausbau der Luitpold- und Kemptener Straße erfolgen. „Wir wollen dort eine qualitative Verbesserung“, so das Stadtoberhaupt. Dabei kann die notorisch klamme Stadt – auf Zuschüsse vom Freistaat und dem Bund hoffen.

Matthias Matz

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