mona GmbH: Kempten, Oberallgäu, Kaufbeuren und Ostallgäu Hand in Hand

Einheitliche Tarife sollen verbinden

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Der Busverkehr in den beiden Kreisen Ost- und Oberallgäu – hier der Busbahnhof in Füssen – soll künftig stärker vereinheitlicht werden.

Kempten/Oberallgäu/Ostallgäu – Gute Nachrichten für Busnutzer in Kempten und Kaufbeuren sowie im Ober- und Ostallgäu: Unter dem Dach der 2014 gegründeten mona (Mobilitätsgesellschaft für den Nahverkehr im Allgäu) sind mittlerweile 17 Verkehrsunternehmen vereinigt.

„Damit hat die mona eine Entwicklung nehmen können, die unglaublich viele Chancen bietet“, so Kemptens OB Thomas Kiechle (CSU), Aufsichtsratsvorsitzender der mona GmbH. So soll es ab 2019 eine einheitliche Tarifstruktur geben, die (digitale) Fahrgastinformation soll ausgeweitet und verbessert werden und auch die Fahrpläne und Haltestellen werden genau unter die Lupe genommen. 

Außerdem stellte mona-Geschäftsführer Herbert Beck das Projekt „Schwabenbund Services“ , ein Vertriebssystem mit Webshop und Handyticket, vor. Den anfangs neun Gesellschaftern der mona schlossen sich Anfang August vier weitere aus Kaufbeuren und dem südlichen Oberallgäu an. 

Vier weitere Verkehrsbetriebe haben sich im Rahmen eines Kooperationsvertrags mit der mona vernetzt. Damit umfasst das Gebiet der mona nun die Landkreise Oberallgäu und Ostallgäu sowie die kreisfreien Städte Kaufbeuren und Kempten mit insgesamt rund 400.000 Einwohnern. 

„Die Verkehrsunternehmen unterstreichen dadurch ihr Ziel, den ÖPNV in der Region weiter voranbringen zu wollen“, betonte Helmut Berchtold, Aufsichtsratsvorsitzender. Die primäre Aufgabe der mona sei es, das Leistungsangebot der 17 Verkehrsunternehmen zu vereinheitlichen und unter der Marke mona zu vermarkten. 

Die wichtigste Reform, mit der Anfang 2018 begonnen werden soll, ist die Schaffung einer gemeinsamen Tarifstruktur mit einheitlichen Tarifen im gesamten mona-Gebiet. „Zurzeit hat jeder Verkehrsverbund verschiedene Angebote, beispielsweise hinsichtlich der Abonnements. Ziel ist es nun, eine einheitliche Struktur zu schaffen, die leicht verständlich ist“, so Beck. 

Finanziell werde die Tarifharmonisierung unterstützt von den Aufgabenträgern (Städte, Landkreise) und durch die Regionalentwicklung Oberallgäu und Ostallgäu im Rahmen eines LEADER-Programms. „Dieses Projekt ist nicht aus eigenen Kräften zu stemmen, weshalb wir Anträge bei den Regionalentwicklungen Oberallgäu und Ostallgäu gestellt hatten, die einstimmig unterstützt wurden.“ Ein weiterer Schwerpunkt ist die Umsetzung und Einführung des Projekts Schwabenbund Services (SBS).

Dieses wurde von den bayerischen Mitgliedern des Schwabenbunds in Abstimmung mit den Verkehrsverbünden Mittelschwaben und mona auf den Weg gebracht. Bei SBS handle es sich um eine professionelle Vertriebsplattform mit Webshop und modernem Handy-Ticketsystem. Die Plattform informiert über Mobilitätsangebote und stellt diese zur Buchung zur Verfügung – bequem von zuhause aus bzw. unterwegs mit dem Smartphone. So können Fahrtickets künftig unabhängig von Büroöffnungszeiten der Verkehrsunternehmen via Smartphone erworben werden. 

Ein wichtiger Baustein in diesem Projekt ist die Verknüpfung von (Freizeit-)Aktivität und Mobilität. So sollen beispielsweise Bergbahn- und Nahverkehrs- ticket kombiniert werden können. Über das System SBS werden diese Angebote Regionen übergreifend kommuniziert und zur Online-Buchung zur Verfügung gestellt. Die Einführung ist für 2019 geplant. 

Neue App

2018 soll die mona gemeinsam mit den Verkehrsunternehmen auf Basis bereits vorliegender Entwürfe einheitliche Fahrpläne für die Haltestellen entwickeln. Darüber hinaus sollen die Ausstattungsmerkmale der Haltestellen festgelegt werden, sprich welche Haltestellen sollen mit elektronischen Fahrplananzeigen ausgestattet werden. Des weiteren soll eine App auf den Weg gebracht werden, um die digitale Fahrgastinformation weiter zu verbessern, erklärte Sandra Rudhard, zuständig für Marketing und Öffentlichkeitsarbeit. 

Außerdem sei die Homepage optimiert worden. Die Finanzierung beider Projekte sei gesichert und Verträge mit allen beteiligten Unternehmen sollen regeln, dass keiner aussteigt. Allein die Vereinheitlichung der Tarife wird 150.000 bis 200.000 Euro kosten, so Berchtold.

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