Hoher Besuch aus Numata kommt nach Füssen

Der Geschäftsführer der Romantischen Straße Jürgen Wünschenmeyer (rechts) begrüßt im Füssener Kaisersaal seinen Kollegen der japanischen Romantischen Straße, Sakae Kumagawa (Mitte). Daneben Tsukui Isao, ein Vertreter der Stadt Numata. Foto: gau

Füssen – 1988 schlossen die Anliegergemeinden der „Romantischen Straßen“ in Deutschland und Japan einen Freundschaftsvertrag, nach einem Besuch der Deutschen Delegation folgte nun der Gegenbesuch. Dabei besuchte die 15-köpfige Delegation Füssen, wo die Städtefreundschaft mit Numata gefeiert wurde.

Die Romantische Straße, das Original, wurde 1950 gegründet, um den Tourismus in Nachkriegsdeutschland voranzutreiben. Erfolgreich, wie die Zahlen zeigen. Vor allem aus dem Fernen Osten kommen stetig die Besucher. Vor mehr als 30 Jahren dann kam der Füssener Hotelier Wilhelm Schwecke, der mit einer Japanerin verheiratet ist, auf die Idee, ein japanisches Pendant ins Leben zu rufen. Gemeinsam mit Sakae Kumugawa, dem Bürgermeister von Tsumagoi, arbeitete Schwecke eine Route aus, die dem deutschen Original entsprechen sollte. 27 Orte liegen entlang der Route, die landschaftliche Schönheit mit malerischen Orten und faszinierenden Kulturschätzen verbindet. 1988 dann wurden „freundschaftliche Beziehungen zum Wohle der Bevölkerung beider Länder geschlossen“. Soll heißen, Städtepartnerschaften zwischen den Anrainergemeinden, etwa zwischen Tsumagoi und Peiting sowie zwischen Numata und Füssen. 

Dieses historische Ereignis nahmen beide Seiten zum Anlass für Feiern und Freundschaftsbesuche. Anfang Juni war eine Delegation aus Bayern ins Land der aufgehenden Sonne gereist, nun folgte, bei nicht mehr ganz so sommerlichen Temperaturen der Gegenbesuch aus Nippon. Dabei hatte Sakae Kumugawa, der Präsident der Japanischen Romantischen Straße und Bürgermeister von Tsumagoi, Vertreter aus Industrie und Wirtschaft sowie Bürgermeister der Gemeinden um sich geschart. Eine gute Woche lang folgte die Delegation den Spuren des deutschen „Originals“. Von Würzburg ging es in Etappen nach Füssen. Wobei neben dem Vierteljahrhundert Freundschaft vor allem interessante Wegpunkte auf dem Programm der Delegation standen. In Rothenburg ob der Tauber etwa war es ein Wertstoffhof, in Peiting die Kleingartenanlage und die vor 17 Jahren gepflanzten Kirschbäume sowie die Wieskirche und die Königsschlösser. 

Zum Abschluss dann wurde die Städtepartnerschaft zwischen Füssen und Numata im einstigen Fürstensaal gefeiert. Gemeinsam mit Gemeindevertretern aus Halblech und Schwangau, die heuer ebenfalls nach Japan mitgereist waren, empfingen Paul Iacob und seine Stadträte die japanische Delegation. Auf japanisch hieß Iacob seine Gäste willkommen. Er freue sich, ihnen etwas von der Gastfreundschaft zurückgeben zu können, mit der er und seine Vertreter in Japan empfangen worden seien, so Iacob. Auch der Geschäftsführer der Romantischen Straße, Jürgen Wünschenmeyer, begrüßte die Delegation am Ende ihrer Reise betonte in seinen Worten die überaus gute Zusammenarbeit zwischen den beiden Industrienationen, die durch rund 9000 Kilometer Luftweg voneinander getrennt sind. 

Danach war es an Sakae Kumagawa, das Wort an die Zuhörer zu richten. Zufrieden schaue er auf die 25-jährige Partnerschaft zurück, so Kumagawa, der hier immer sehr freundschaftlich empfangen werde. Man habe von Deutschland viel lernen können, so der Bürgermeister. Und wünschte sich, das beide Nationen, Deutschland und Japan, zusammen für den Frieden eintreten sollten. Neben Gastgeschenken wurden vor allem Bilder überreicht, die Schüler aus Numata gemalt hatten. Im Juni schon hatte die Delegation Bilder von Füssener Realschülern mit nach Japan genommen. Die Gemälde sollen in beiden Städten ausgestellt werden. Nach dem Festakt lud Paul Iacob die Teilnehmer zu einem Japanisch-Bayerischen Abendessen ins Europarkhotel ein, wo bei Gesprächen und einem regen Gedankenaustausch der Abend ausklang. gau

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