"Weizenguys" begeistern das Publikum in der Füssener Stadtbibilothek

Flotter Wechsel

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Beim Live-Konzert „Ganz wie daheim“ in der Stadtbibliothek tritt Herbert von den „Weizenguys“ mit dem Hit „Bratislva-Lover“ auf. Wie seine Stimme begeisterte auch sein Pulli.

Füssen – Ein sexy Gastspiel lieferten jetzt die „Weizenguys“ in der ausverkauften Orangerie der Stadtbibliothek ab.

Dort gastierte die Combo im Rahmen der Veranstaltungsreihe „bittersüß“, zu der Bibliotheksleiterin Sabine Frey die Reihe regelmäßig einlädt. Dem Publikum werden dabei Musikveranstaltungen, Kleinkunst- und Kabarettabende geboten. 

Der Star ist das Sextett: Beim von den 100 Besuchern in der Orangerie der Stadtbibliothek gefeierten Auftritt der Ostallgäuer Gruppe „Weizenguys“ sind Herbert, Ritsch, Jochen, Edi, Thomas sowie Josef im flotten Wechsel ganz vorn auf die Bühne marschiert. 

Das Erfolgsrezept der Gruppe ist relativ simpel: Einer singt und überzeugt das Publikum. Die anderen fünf Männer sorgen gut aufeinander eingespielt für eine harmonische Begleitung, die ohne Instrumente auskommt. Sie machen in ihrem Super-Konzert alles mit dem Mund.

Dass für die Publikumsschar eine Sologitarre live zu hören war, wurde unübersehbar vom gut aufgelegten Jochen darüber hinaus auch noch gekonnt pantomimisch dargestellt. Das verstärkte die Wirkung dieser musikalischen Nummer natürlich bis hin zu – vor Lachen – tränenden Augen. Zuhören wollten überwiegend Frauen in einer intimen Atmosphäre, die den Sängern zugute kommt. 

In der großen Nähe zu ihren Fans, die den stimmgewaltigen Sängern aus Eisenberg und Hopferau schon im Festspielhaus Füssen und im Haus Hopfensee viel Beifall zollten, liegt aber auch eine Gefahr: kein Fehler kann vertuscht werden. Aber davon abgesehen, dass es dafür sowieso aus Sympathie die Absolution gäbe, unterliefen den „Weizenguys“ keine merklichen Schnitzer. 

Zwei Mal 45 Minuten wurden professionell gestaltet. Dabei trugen die Künstler – was bei Auftritten mit dem Headset nicht selbstverständlich ist – die originellen Liedtexte hochkonzentriert so vorgetragen, dass jede Zeile gut rüberkommt – und die Schlusspointe sowieso. Das steigerte die Stimmung mit jedem Vortrag, ob Bass oder ziemlich hoch für einen Mann. 

Die Zuhörer, die zuweilen mitsingen durften oder sich für die rhythmischen Begleitungen verdient machten, gerieten außer Häuschen. Umgehend gaben die Weizenguys Zugaben. Ihr Vorteil im Musikbusiness: Danach warten auf sie keine Instrumentenkoffer, die im Bus zu verstauen wären. Man trifft das Sextett dagegen nahe der kleinen Bar.

 Es wurden dort viele Hände geschüttelt und Komplimente für ein rundum gelungenes Programm geerntet, in dem auch der „kleine grüne Kaktus“ als Verbeugung vor den „Comedian Harmonists“ angenehm auffiel. 

Die gereiften Weizenguys trauten sich schon eine Menge zu – und standen zu späterer Stunde am Freitag als sechs Sieger auf dem Podest. Das nächste Konzert in der Reihe „bittersüß“ findet am Freitag, 7. März, statt, wie Bibliotheksleiterin Sabine Frey angekündigt hat.

Chris Friedrich

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