Viel Ehre, etwas Ärger

Für die bestandenen Prüfungen und Kurse erhielten Albert Kienberger (2.v.l), Klaus Heinz (Mitte) und Florian Zaremski vom Kreisbrandinspektor ihre Zeugnisse. Ebenfalls im Bild: Christian Sager (links) und Johann Krause, zweiter bzw. erster Kommandant. Text/Foto: gau

Auf ein relativ ruhiges Einsatzjahr blickten die Lechbrucker Floriansjünger jetzt im Rahmen ihrer Jahreshauptversammlung zurück. Dabei stand das Vereinsjahr der Feuerwehr mehr oder weniger ganz im Zeichen des neuen Löschfahrzeuges, für das die Kommune zuviel bezahlt haben könnte. Dafür sind die Kameraden mit ihrem HLF nun bestens gerüstet für die Einsätze.

Acht Einsätze musste die Lechbrucker Feuerwehr vergangenes Jahr bewältigen, jedoch lediglich zu einem Brand und zu einem Fehlalarm wurden sie gerufen. Dafür musste sie sechs Mal technische Hilfe leisten, in der Hauptsache Türöffnungen, wie Kommandant Johann Krause erinnerte. Dafür ist die Wehr seit Oktober noch besser gerüstet. Nicht nur, dass sich die Kameraden und Feuerwehrfrauen beständig weiterbilden, sondern auch durch das neu beschaffte Hilfeleistungslöschfahrzeug. Ausgestattet mit umfangreichem Equipment für Verkehrsunfälle, Löscheinsätze sowie vor allem die technische Hilfeleistung ist das neue HLF 20/16 der Stolz der Feuerwehr, wie in der Jahreshauptversammlung herauszuhören war. Christian Sager, erst vor einem Jahr zum Vereinsvorsitzenden wiedergewählt, ließ in groben Zügen dieses durchaus festliche Jahr Revue passieren, ehe man das neue Fahrzeug schließlich in die Fahrzeughalle der Feuerwehr stellen konnte. Lob und Respekt zollte auch Bürgermeister Helmut Angl den Floriansjüngern für ihre Arbeit, vor allem in Erinnerung an einen Reinigungseinsatz, nachdem ein verstopfter Kanal übergelaufen war. Doch Angl fand auch deftige Worte. Im Bezug auf den Hersteller des neuen Löschfahrzeuges. „Es stinkt mir“, so Angl, „dass wir beschissen worden sind“. Womit Angl auf die mittlerweile aufgeflogene, illegalen Preisabsprachen der Fahrzeughersteller anspielte. „Es ist nicht in Ordnung“, so Angl, „die Ehrenamtlichen so zu hintergehen“. Dabei kündigte Angl auch Konsequenzen an, man überlege, sich an den Sammelklagen des Städtetages zu beteiligen. Lechbruck hatte gemeinsam mit weiteren Gemeinden neue Fahrzeuge beschafft und seines bei Ziegler in Gingen bestellt. Im völligen Kontrast dazu stand aber der letzte Tagesordnungspunkt. Denn die Wehr durfte einerseits drei Aktive befördern, die an diversen Kursen erfolgreich teilgenommen hatten, andererseits wurden Mitglieder geehrt, die über viele Jahre hinweg das Rückgrat der Wehr waren und seit 40, 50 und sogar 60 Jahren bei der Feuerwehr Lechbruck dabei sind.

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