Brandbekämpfer müssen im vergangenen Jahr 335 Einsätze ableisten

Füssener Feuerwehr: "Eine intakte Truppe"

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Auf dem Foto sind 290 Jahre Vereinsmitgliedschaft vereint: Wilhelm Roth (v.l.), Johann Becker, Alfons Stein (alle 60 Jahre), Siegfried Heller (50 Jahre), Theo Albrecht (60 Jahre). Auf dem Bild fehlen Karl Fichtl (50 Jahre) sowie Hans Dieter Settele und Horst Weber (60 Jahre).

Füssen – Die wichtigste Entscheidung bei der Jahreshaupt- und Dienstsammlung der Freiwilligen Feuerwehr Füssen-Stadt vorneweg: Bei den turnusmäßigen Wahlen zum Kommandant bestimmten die anwesenden Brandbekämpfer Thomas Roth in seinem Amt.

Sein Stellvertreter ist Erwin Hipp, der die Nachfolge von Uwe Streit antritt, der nicht mehr zur Wahl antrat. Für Feuerwehr-Vorstand Gerhard Ruf war 2019 ein überaus anstrengendes Jahr, das die Einsatzkräfte immer wieder vor neue und anspruchsvolle Aufgaben stellte. 

Er dankte allen für ihre ehrenamtlichen Einsätze, die nicht immer einfach gewesen seien. Besonders ärgerten ihn die immer wieder vorkommenden Pöbeleien von Verkehrsteilnehmern, die die Feuerwehrleute bei ihrer Arbeit immer wieder behindern würden. „Da stellt sich für manchen schon die Frage: warum tue ich mir das an und soll ich überhaupt weitermachen?“, sagte Ruf. 

Als Vertreter der Polizeiinspektion Füssen betonte Florian Fischer, wie wichtig die Unterstützung der Wehr bei den verschiedenen Einsätzen sei. „Ohne Zweifel wären wir aufgeschmissen, wenn wir eure Hilfe, sei es bei Absperrmaßnahmen, Wohnungsöffnungen oder mit Spreizer und Rettungsschere bei Verkehrsunfällen, nicht hätten!“, betonte Fischer. 

Sehr detailliert war der Bericht von Kommandant Thomas Roth, der von 6129 abgeleisteten Arbeitsstunden der Wehr berichtete. Sie teilen sich auf in 3014 Übung- und Lehrgangsstunden und 3115 Einsatzstunden.

 Zu ersterem gehören unter anderem Übungen am Objekt wie am Hohen Schloss oder am Krankenhaus (insgesamt 1628 Stunden). Zu den 335 Einsätzen zählen neben Sicherheitswachen (151), 68 Alarmierungen durch Brandmeldeanlagen (davon 51 Täuschungs- und vier böswillige Alarme), 13 Brandeinsätze und technische Hilfeleistungen (60).

 Im Rückblick stellte Roth fest, dass die Wehr für eine Freiwillige Feuerwehr ziemlich am Maximum ihrer Kräfte angekommen ist. Derzeit leisten 111 Frauen, Männer und Jugendliche ihren ehrenamtlichen Dienst in der Feuerwehr Füssen-Stadt. 

Gute Nachwuchsarbeit

Dass es um den Nachwuchs nicht schlecht bestellt ist, bewiesen für die Kinderfeuerwehr Matthias König und die Jugendwehr Fabian Guggemos. Sehr hohes Interesse attestierte König seinen fünf Mädchen und acht Buben, „die mit Feuereifer bei der Sache sind“. 

Er dankte seinem Team, das über 400 Stunden in die Arbeit mit Kindern investiert hatte. Seit 20 Jahren besteht die Jugendfeuerwehr mit einer Stärke von 27 Jugendlichen, die 2019 insgesamt über 1600 Ausbildungsstunden absolviert hatten.

In seinem letzten Grußwort als Bürgermeister dankte Paul Iacob (SPD) den Feuerwehrlern für ihren vorbildlichen Einsatz bei dem Brand vor kurzem in Hopfen. „Da ist mir erst richtig bewusst geworden, wie ihr für andere da seid!“, lobte Iacob und fügte hinzu: „Um so verwerflicher ist es, wenn es Idioten gibt, die sich aus lauter Ignoranz und Egoismus im so genannten Sozialen Netz negativ über eure Arbeit auslassen!“ 

Er dankte allen für ihr konstruktives Miteinander, die Kinder- und Jugendarbeit sowie der kontinuierliche Ausbildung und Schulung, die letztendlich bei den Einsätzen zum Tragen kommt. 

Die Grüße der Kreisbrandinspektion übermittelte Kreisbrandrat Markus Barnsteiner: „Das vergangene Jahr hat gezeigt, dass ihr eine intakte Truppe seid und euch ein Kompliment für eure Arbeit verdient habt.“ Er dankte für den Einsatz in Hopfen, bei dem die Mannschaft eine Superarbeit geleistet habe und damit den Schaden einigermaßen begrenzen konnte.

ed

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