"It viel rede – ebbas due"

Bürgermeister Reinhold Sontheimer (v.l.) gratulierte Lydia Högg, Georg Grieser, August Beer sowie Karolina Helmer im Schlossbrauhaus Schwangau zu ihren Auszeichnung. Foto: Sommer

Den früheren Tourismusdirektor Georg Grieser hat der Schwangauer Gemeinderat kürzlich in seiner traditionellen Weihnachtssitzung im Schlossbrauhaus Schwangau mit der goldenen Bürgermedaille der Gemeinde ausgezeichnet. Unter anderem meinte Bürgermeister Reinhold Sontheimer in seiner Laudatio, Grieser sei durch sein Wirken ein Botschafter Schwangaus. Des weiteren erhielten Karolina Helmer, Lydia Högg und August Beer für ihr ehrenamtliches Engagement und das „Wirken im Stillen“ den silbernen Schwan.

„In Würdigung der großen Verdienste […] durch seinen Einsatz für die Heimat-, Brauchtums- und Kulturpflege“ verleihe der Gemeinderat Schwangau die Goldene Bürger- medaille an Georg Grieser, heißt es in der Urkunde. Dieser Einsatz liest sich tatsächlich wie ein Geschichtsbuch Schwangaus, angefangen von den zahlreichen Vereinen, denen Grieser teilweise sogar als Gründungsmitglied angehört, über das weit über die Schwangauer Grenzen hinaus bekannte Mariensingen, das er zusammen mit Fini Sauerwein und dem Schwangauer Karl Singer ins Leben gerufen hat, bis hin zum Kurator der Karl Singer Stiftung. Georg Grieser ist und war ein Mann der Tat. Darauf geht auch der Name des Schwangauer Faschingsordens zurück –„It viel rede – ebbas due“. Der Bürgermeister ging in seiner Würdigung auf all jene kleinen und großen Verdienste Griesers ein, die das Leben im Dorf bereicherten. So verwaltet der einstige Kurdirektor und profunde König-Ludwig II-Kenner das Singer Erbe. Ein Archiv mit vielen hunderten Fotos und Dias, die das Leben in Schwangau über viele Jahrzehnte zeigen und auch Veränderungen dokumentieren. Während Grieser dieses Erbe in Vorträgen und Feiern sehr lebendig hervorholt, sei der 83-Jährige auch immer noch ein gefragter Interviewpartner für Rundfunk und Fernsehen, wie Sontheimer anmerkte. Außerdem habe er mit seinem Wissen und Wirken den Namen des Ortes in der ganzen Welt bekannt gemacht und sei damit Stimme und Botschafter Schwangaus. Mehr im Stillen wirken dagegen Karolina Helmer, Lydia Högg und August Beer, die vom Rathauschef den im vergangenen Jahr eingeführten silbernen Schwan für ihre Arbeit erhielten. Vor allem im sozialen Bereich, unter anderem beim Roten Kreuz und in den Seniorenheimen engagieren sich Karolina Helmer und Lydia Högg. Letztere ist vielen auch als Nikolaus bekannt, der etwa beim einstigen Schwangauer Weihnachtsmarkt die Kinder bescherte. Auch ihre Gesangseinlagen und ihr Mitwirken beim Fasching seien unvergessen, meinte der Bürgermeister weiter. Als Sänger bekannt ist auch August Beer. Der „Gustl“, so Sontheimer, habe den Kirchenchor 40 Jahre lang bereichert, ebenso wie den Männerchor und die Messen in der Schlosskapelle Hohenschwangau. In Anerkennung für diese Dienste verlieh der Gemeinderat den silbernen Schwan.

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