Organisatoren ziehen zufriedenes Fazit von "Füssen goes Jazz"

Leidenschaftlich und mitreißend

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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Gekonnt und leidenschaftlich tragen Marla Glen, "The Magic of Santana" und Jesper Munk ihre Lieder im Klosterhof vor.
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Während des Festivals "Füssen goes Jazz" ist auch in der Altstadt einiges los. Verschiedene Bands sorgen hier für die unterschiedlichsten Klänge.

Füssen – Ein positives Fazit von „Füssen goes Jazz“ haben jetzt die Organisatorinnen Katja Kalbantner von Füssen Tourismus und Marketing (FTM) und Sabina Riegger gezogen. Es sei alles „sehr gut gelaufen“, erklärte Riegger. Viele besuchten die Konzerte und auch das Wetter spielte weitestgehend mit.

Wir können echt froh sein, dass wir (vom Regen – Anmerk. d. Rd.) weitestgehend verschont wurden“, sagte Katja Kalbantner gegenüber unserer Zeitung. Denn es begann erst am Samstagabend zu regnen. Doch davon ließen sich die Besucher der Open-Air-Konzerte von Marla Glen und der Band „The Magic of Santana“ nicht abschrecken: Ca. 550 drängten sich im Hof des ehemaligen Barockklosters St. Mang, der aus Platzgründen insgesamt nur 600 Personen aufnehmen kann. „Die Karten, die wir verkaufen wollten, haben wir verkauft“, erklärte Riegger. „Der Kartenverkauf war gut. Da waren wir sehr froh“, fügte Riegger hinzu. Manche der Besucher seien dafür extra aus der Schweiz oder München angereist. Auch viele Interessierte aus dem Umland kamen zu den Konzerten, sagte Kalbantner. „Das ist schön zu wissen.“ 

Wegen der Wettervorhersage hatten die Organisatorinnen bereits am Vortag beschlossen, das Gospelkonzert am Sonntag mit „Big Mama & The Golden Six“ in die Franziskanerkirche zu verlegen. „Die Kirche war voll“, resümierte Sabina Riegger. Kein Sitzplatz sei frei geblieben. „Die Leute haben sich gefreut, dass Big Mama nach drei Jahren wieder da war“, so die Organisatorin.

Mit Blues, Soul, Jazz, Rock ’n’ Roll und lateinamerikanischen Klängen lockten Musiker am Festivalwochenende Besucher in die Altstadt. Diese ließen sich am Samstagabend auch nicht vom Regen abschrecken. Schließlich präsentierten im Klosterhof die stimmgewaltige Marla Glen und die Band „The Magic of Santana“ ihr Können. Mit Anzug, Krawatte und mit Hut betrat Marla Glen die Bühne und zeigte, dass ihr die Musik im Blut liegt. Mit der Mundharmonika begleitete sie sich selbst beim Auftaktlied. Anschließend griff sie auch zur Gitarre und legte viel Leidenschaft in ihren Gesang, den ihre rauchige Stimme prägt. Dabei strahlte sie eine Bühnenpräsenz aus, der sich die ersten Zuschauerreihen kaum entziehen konnten. 

Etwas andere Töne waren zuvor von der Band „The Magic of Santana“ zu hören. Sie boten eine energiegeladene Reise durch die Hits des berühmten Gitarristen Carlos Santana. Für das richtige Santana-Feeling sorgten unter anderem auch die „Special Guests“: Der Originalsänger von Santana, Alex Ligertwood, und Tony Lindsay. Mit ihrem Latin Rock kam die Band richtig gut beim Publikum an, so dass es viele nicht mehr auf den Sitzbänken hielt. 

Das Publikum tanzt 

Gleiches galt schon am Freitag für den Auftritt der Root Bootleg Band. Ihre Spielfreude, mit der sie ihren Texas Blues und Rock‘n Roll mit Latino-Einflüssen auf die Bühne brachten, animierte viele Zuhörer bereits während des ersten Lieds zum Tanzen. 

Für ruhigere Töne hatte zuvor Jesper Munk, der Münchner Vollblutmusiker und Wahlberliner, gesorgt. Der Blues-, Soul-, Rock- und Folk-Singer-Songwriter unterhielt die Besucher mit seinen Balladen, die er mit seiner Reibeisenstimme vortrug. Begleitet wurde er dabei von seiner Band Doch nicht nur im Klosterhof war Musik zu hören. 

Auch die gesamte Altstadt war erfüllt davon. „Der Kinker ist der Wahnsinn“, lautete beispielsweise der Kommentar einiger Füssener Musikfans im Gartenlokal des Hotel Sonne, die dem Drummer nach einem Schlagzeugsolo zujubelten. Nicht nur hier im „Sonnengarten“, auch am Brotmarkt, am Schrannenplatz und vorm Magnusbrunnen boten die Profi-Künstler den zahlreichen Festivalbesuchern und Touristengruppen musikalische Delikatessen. 

Ein guter Griff 

Ein guter Griff gelang den Programmgestalterinnen Katja Kalbantner und Sabina Riegger, die zum Auftakt des Festivals die „Ragtigers” am Schrannenplatz antanzen ließen. Um 13 Uhr legte hier „Little Miss Umpha” mit ihren drei Jungs los und gewann schon mit dem ersten Song die Herzen der Festival-Besucher und der Passanten, die um einen Stopp nicht herumkamen und sich im Rhythmus der Münchener Band mitbewegten. 

„Schöne Stadt hier“, meinte Tubabläser Knalle Wall aus dem Quartett am Bäckerbrunnen, der zum ersten Mal in Füssen musizierte. Die „Little Miss Umpha” heißt im bürgerlichen Leben Nicole Drese. Ihr Mann Christian ist der Boss der Band, zu der Heiko Reissmann – ein Multi-Instrumentalist – gehört, der gleich sein großes Können auf der Bluesharp beweisen konnte. 

Der gelungene Auftakt des dreitägigen Festivals in der Altstadt war auch den anderen Gruppen zu verdanken. Wer nicht nur kurz im „Sonnengarten“ vorbei schaute, machte nicht zuletzt Bekanntschaft mit einer großen Jazz-Stimme aus Kanada. Nina war als Gast der Max-Kinker Band zwar nicht aus Vancouver nach Füssen gekommen, aber immerhin aus München. Stimmlich und optisch war sie ein Genuss.

kb/Katharina Knoll/Chris Friedrich

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