Zahlreiche Besucher kommen

Einblicke in den Füssener Klinik-Alltag

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Intensivstation: Anhand einer Puppe demonstriert Anästhesie-Pfleger Volker Altstetter eine Vollnarkose.

Füssen – Manfred Eisenhardt hatte ein ganz konkretes Anliegen dafür, warum er der Klinik Füssen am Samstagvormittag beim „Tag der offenen Tür“ einen Besuch abstattete.

Schließlich wollte der 70-jährige Eschacher nicht nur mal wieder dort vorbeischauen, wo er sich bereits wegen eines Leistenbruchs „sehr gut aufgehoben“ gefühlt hatte, sondern sich auch bezüglich einer in näherer Zukunft anstehenden Hüftoperation informieren. Deshalb ließ er sich auch gleich am Empfang des Krankenhauses über die richtige Händedesinfektion beraten, die „gar nicht so einfach“ sei. 

Bis in den Nachmittag hinein nahmen neben Eisenhardt und seiner Frau zahlreiche andere Besucher die Gelegenheit wahr, sich in dem kürzlich umgebauten Hospital mit 125 Betten ausgiebig umzuschauen. Dabei konnten sie sich von einem Teil der insgesamt 250 Mitarbeiter im Haus, von denen 40 Ärzte sind, über Behandlungsmethoden in Bezug auf verschiedenste gesundheitliche Probleme unterrichten lassen. 

Darüber freute sich nicht nur der Vorstand des Klinikverbunds Ostallgäu, Andreas Fischer, der sich über die große Resonanz von seiten der Besucher „positiv angetan“ äußerte und außerdem betonte: „Die Bevölkerung kann stolz auf die Klinik sein.“ Das bezog Fischer nicht nur auf den im Sommer in Betrieb genommenen neuen Trakt des Krankenhauses, sondern wohl auch auf dessen diesjährigen 125. Geburtstag, was beides zusammen zum Anlass für diesen „Tag der offenen Tür“ genommen worden sei. 

Dabei erwartete das Publikum im Casino im Erdgeschoss eine ganze Reihe von Fachvorträgen, bei denen etwa Dr. Simon Delladio über die korrekte Schlaganfallversorgung informierte, während Dr. Vladan Horak über Möglichkeiten der laparoskopischen Chirurgie berichtete. 

Viele Einblicke

Derweil demonstrierte Anästhesie-Pfleger Volker Altstetter in einem Raum der Intensivstation Interessenten anhand einer lebensgroßen Puppe in Menschengestalt eine Vollnarkose. Und die Instruktorin für Reanimation, Elisabeth Eiband-Mayer, zeigte Besuchern, wie man jemanden mit einem Defibrillator und einer Herzdruckmassage wiederbelebt, wogegen Dr. Christoph Schwab im Konferenzraum im ersten Stock den Zuhörern seiner Ausführungen zu vermitteln versuchte, wie man „gut zu Fuß“ ist. 

Die Angst nehmen

„Wir wollen den Menschen ein bisschen die Angst vor der speziellen Atmosphäre hier nehmen“, erklärte die Kardiologin Dr. Susanne Lederle-Kranzler in der Herzkatheterabteilung, mit der sich Heide Brunhuber und Hermann Reichertz zeitweise sehr angeregt über diverse Herzschrittmacher unterhielten. Größeren Spaß dürften die beiden älteren Leute anschließend aber bei einer Portion Kartoffelsuppe gehabt haben, die nahe des Eingangsbereichs angeboten wurde. Viel Vergnügen hatten schließlich auch die fünf Jahre alte Ida und ihr achtjähriger Bruder Linus.

Fand dieser doch das „Arm gipsen für Kinder“, die eine von gut zehn Aktionen an diesem Tag darstellte, richtig „cool“. Und während sich die Besucher an verschiedenen Informationsständen beispielsweise auch über Ausbildungsmöglichkeiten in der Klinik sowie deren Förderverein erkundigen lassen konnten, stellten sich unter anderem zudem das Bayerische Rote Kreuz, die Polizei und die Bergwacht Füssen den Fragen des Publikums.

lex

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