Viele Private unterstützen Bergwacht

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So ähnlich soll die Rettungswache der Bergwachtbereitschaft ausschauen.

Schwangau/Füssen – Mit der Spendenzusage aus dem Landkreis und von Füssen und Schwangau ist die Finanzierung der neuen Rettungswache der Bergwachtbereitschaft Füssen zu einem Gutteil gesichert. Das gab die Bergwacht jetzt bei ihrer Jahreshauptversammlung bekannt.

Erstmals konnte Markus Albrecht in seinem Kassenbericht die Bausumme für die am Krankenhaus Füssen geplante Bergrettungswache nennen: 620.000 Euro soll das Haus kosten. Das bietet Platz für die drei großen Einsatzfahrzeuge sowie das Quad und den Tankanhänger für die Hubschrauber. Zudem kommt hier die Einsatzleitstelle unter.

Viele Eigenleistungen 

Daneben bietet die neue Wache Platz für den Bereitschaftsdienst am Wochenende sowie für Material, Aufenthalt und die persönliche Hygiene. Man habe diese Zahl nun erstmals bestimmt, so Albrecht in der Versammlung in Schwangau, wobei die Pläne und die Berechnung nach DIN erfolgt ist. Rund ein Drittel der Bausumme hat die Bergwacht als Eigenkapital. Dazu kommen noch umfangreiche Eigenleistungen, dabei kalkuliere man aber vorsichtig, um nicht mit Rettungseinsätzen zu kollidieren.

Im vergangenen Jahr nun habe man eine umfangreiche Spendensammelaktion begonnen, insbesondere sei von privater Seite viel Geld gespendet worden. Auch Heinz Hipp, einer der beiden Revisoren, zeigte sich angenehm überrascht von der Resonanz.

Guter Ruf zahlt sich aus

So hätten Firmen anstatt in Weihnachtskarten zu investieren, ihr Geld der Bergwacht gespendet, auch Einzelpersonen hatten anstatt Geburtstagsgeschenke eine Spende an die Retter erbeten. Dass die Menschen im Füssener Land so viel spenden, komme nicht von ungefähr, so Hipp, sondern sei dem guten Ruf der Bergwachtbereitschaft geschuldet. Es sei gut gewesen, so Hipp, dass die Gemeinde Schwangau vorgelegt und als erste ihre Zusage für 75.000 Euro gemacht habe. Daran erkenne man auch den Rückhalt, den die Bergretter in der Kommune genießen. Mit einer der größten Einzelspender ist eine Person, die bereits zwei Mal 5000 Euro gegeben hat, aber ungenannt bleiben will. Daneben haben die Kommunen Füssen, Schwangau und auch der Landkreis Ostallgäu ihre Zusage gegeben.

Bergwacht ist enttäuscht 

Was noch aussteht, sind allerdings die restlichen Gemeinden im Gebiet, unter anderem Lechbruck, Rieden, oder Roßhaupten und Halblech. Hier habe man noch einiges vor sich, meinte Bereitschaftsleiter Martin Steiner. Er habe anfangs gefürchtet, mit den größeren Anteilen Probleme zu bekommen. Derzeit sehe es aber so aus, dass man sich bei den kleinen Gemeinden verweigern wolle.

Auch an die Adresse der Tourismusbetriebe gewandt, zeigte sich Steiner enttäuscht, dass von dieser Seite nicht mehr finanzielle Unterstützung komme. Dabei, so Steiner, müsse man nur auf deren Homepage schauen – sowohl der Orte als auch der Betriebe – um zu wissen, wessen Klientel man rette. Überall werde mit den Königsschlössern und den Bergen geworben.

Oliver Sommer

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