Schlossbesitzerin nimmt zum ersten Mal am Colomansfest teil

Auf dem Muli zur Colomanskirche

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200 Reiter ziehen am Colomanstag von Schwangau zur Colomanskirche.

Schwangau – Mehr als 200 Pferde und zwei Mulis reihten sich heuer für die traditionelle Pferdesegnung an der Colomanskirche auf. Immer am zweiten Sonntag im Oktober wird des Mönchs gedacht, der von Irland ausgezogen war, die Menschen zu missionieren und der als Schutzheiliger für das Vieh gilt.

Die Benediktion vollzog Johannes Eckert, Abt der Benediktinerabtei St. Bonifaz in München und Andechs. Erstmals dabei war heuer Elisabeth von Elmenau. Weit über die Grenzen Schwangaus hinaus ist die Pferdebenediktion an der Pest- und Wallfahrtskirche St. Coloman bekannt. Jährlich treffen sich hier Pferdebesitzer mit ihren Vierbeinern, um nach der Segnung die Kirche zu umrunden. 

Auch heuer hatten sich zahlreiche Ehrengäste, unter anderem die Ostallgäuer Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), eingefunden, während vermutlich witterungsbedingt die Gläubigen diesmal nicht so zahlreich gekommen waren. Dafür konnte die Geistlichkeit, neben dem Ruhestandspfarrer Edmund Gleich und Eckert auch der „Hausherr“, Pfarrer Markus Dörre, heuer erstmals die Herrin von Schloss Bullachberg, Elisabeth von Elmenau begrüßen. Allerdings nicht auf einem Pferd, sondern mit den beiden Mulihengsten Tamaris (Tam-Tam) und Thaila zog die Adelige mit ihrer Tochter von Schwangau zur Kirche, wo sie neben süddeutschen Kaltblütern, Ponys und Haflingern auf die Segnung durch Abt Johannes Eckert wartete. 

Mulis wurden vor allem von den Streitkräften im Gebirge für den Lastentransport eingesetzt, weil sie als sehr trittsicher gelten. Auch sie selbst, berichtete die Schlossherrin, reite mit ihren Mulis gerne in die Berge, um dort zu „säumen“, wie das Führen der – eigentlich beladenen – Pferde-Esel-Kreuzung genannt wird. Heuer sei sie beim ersten Säumertreffen in Südtirol bis über 2700 Höhenmeter aufgestiegen. Währenddessen vollzog Pfarrer Markus Dörre den Gottesdienst, wobei er auf das Thema sich verändernder Lebenssituationen einging – wenn Menschen ihr Leben auf den Kopf stellten. Nach der Segnung der Pferde, die Abt Johannes Eckert hoch zu Ross vornahm, umkreisten die Pferde und Gespanne die Kirche. 

gau

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