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Viele besuchen Berufsorientierungsmesse 

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An zahlreichen Ständen können sich Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern bei der Berufsorientierungsmesse über Ausbildungsberufe schlau machen.
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An zahlreichen Ständen können sich Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern bei der Berufsorientierungsmesse über Ausbildungsberufe schlau machen.
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An zahlreichen Ständen können sich Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern bei der Berufsorientierungsmesse über Ausbildungsberufe schlau machen.
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An zahlreichen Ständen können sich Schülerinnen und Schüler sowie ihre Eltern bei der Berufsorientierungsmesse über Ausbildungsberufe schlau machen.

Füssen – Zahlreiche Schüler und ihre Eltern haben am Montag die Berufsorientierungsmesse in den Turnhallen der Anton-Sturm-Mittelschule Füssen und in der Berufsschule Füssen besucht. Rund 70 Betriebe, Firmen, Institutionen und berufliche Schulen gaben hier einen Überblick über Ausbildungsgänge.

Schauplatz der Berufsorientierungsmesse 2017, die der Arbeitskreis SchuleWirtschaft veranstaltete, waren beide Turnhallen der Mittelschule und ihr Foyer. Weiter ging es mit der Info-Tour in die benachbarte Außenstelle der Berufsschule Ostallgäu. Schulleiter Alfred Unsin und sein Kollegium hatten in ihre beiden Werkstätten für Holz- und Metalltechnik eingeladen. 

Gefragter Ansprechpartner war auch das Team der Agentur für Arbeit. Hier gab es kostenlos das neue Buch „Beruf aktuell”. Jeder anerkannte Beruf ist in diesem über 500 Seiten umfassenden Buch kurz beschrieben. Gern nahmen Jugendliche diesen Wegweiser mit, auch wenn viele besonders gern im Internet surfen, um bei „Planet Beruf” Infos über die Arbeitswelt zu gewinnen. 

Gute Resonanz

Die gute Resonanz auf ihre Einladung zur diesjährigen Messe freute die beiden Vorsitzenden des Füssener Arbeitskreises sichtlich: Elmar Schmitt für die Schulen und Joachim Schmid für die Wirtschaft. 

Die 16-jährige Vivien ist im Vergleich mit ihren Klassenkameradinnen und -kameraden schon einen Schritt weiter. „Ich habe einen Ausbildungsplatz”, sagte sie voller Freude dem Kreisbote. Anders als es viele Mädchen in ihrem Alter vorhaben, wird Vivien einen technischen Beruf im Füssener Land lernen, über den sie sich zuvor im Ausbildungsbetrieb informiert hatte. „Ein Praktikum, das Jugendliche genau dort machen, wo sie meinen, dass es ihnen Spaß macht, ist hilfreich bei der ersten Orientierung”, betonte Berufsberaterin Cornelia Giegel-Dzionsko aus dem Team der Agentur für Arbeit im Gespräch mit dem Kreisbote

Eigeninitiative zeigen

Bekanntlich gibt es hier schon lange die vorgeschriebenen Praktika für Schüler einer bestimmten Jahrgangsstufe. Die Berufsberaterin gibt zusätzlich den Tipp: Eigeninitiative zeigen. Es sei ein großes Plus, sich selbst um ein Praktikum zu kümmern. Wie das in der Praxis funktionieren könne, erfahren Jugendliche bei einem persönlichen Beratungsgespräch oder bei einem Anruf bei den jeweiligen Ausbildungsleitern. 

Vivien, die sich im Organisationsteam der Messe nützlich machte, beobachtete gegenüber ein „bekanntes Gesicht” im Gespräch mit einer Schülerin. „Den Wolfgang Gabler kennen wir alle!” Den Berufsberater der Agentur für Arbeit dürfen nach Terminvereinbarung Schülerinnen und Schüler mit ihren Fragen löchern. Er hält Vorträge zur unterschiedlichen Themen bei der Berufswahl. Auf der Messe an der Mittelschule ist Gabler wie seine Kollegen Stammgast. 

Über Interessen klar werden

Bei der beruflichen Entscheidung sollten sich Jugendliche über ihre Interessen und Fähigkeiten ein Bild machen, heißt es hier. Zudem gehe es um die Anforderungen, die ein ausgeübter Beruf stellt. Das alles sollte zusammen passen. Daher bietet die Berufsorientierungsmesse ein Forum, das dazu dient, Kontakte zu den Ausbildern und Jugendlichen zu knüpfen, die schon als Azubis Erfahrung sammeln konnten. 

Diese verrieten auch, was eine „duale Ausbildung” ist. Sie wird mit dem Schwerpunkt Praxis in einem Ausbildungsbetrieb und mit theoretischen Inhalten an der Berufsschule angeboten. Anlaufstelle auf der Berufsorientierungsmesse waren auch die Workshops. Dabei konnten Schülerinnen und Schüler ihre Fähigkeiten testen. 

Nicht zuletzt ging es auch um Umgangsformen, wie das Info-Blatt an einem Klassenzimmer signalisierte und damit Interesse für einen Knigge-Kurz-Kurs weckte. Den Jugendlichen öffnete sich auf der Berufsorientierungsmesse ein Feld mit unterschiedlichen Bereichen. 

Das Handwerk warb mit Aufstiegsmöglichkeiten um Nachwuchskräfte ebenso wie die Industrie oder soziale Institutionen. Vertreten auf der Messe waren auch das Finanzamt, die Polizei und die Tourismusbranche. 

Auf einen Punkt wiesen die Berufsberater noch hin: nicht auf die Ausbildungsvergütung, die sehr unterschiedlich hoch ausfallen kann, sondern auf die Mobilität sollten künftige Azubis achten. Wie ist der angepeilte Ausbildungsbetrieb überhaupt erreichbar, wenn man noch keinen Führerschein hat? In Füssen, wo im öffentlichen Nahverkehr noch Luft nach oben ist, sieht man Azubis daher in aller Frühe auf dem Radl oder Skateboard.

Chris Friedrich

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