Füssener Bergretter feiern die Fertigstellung ihrer neuen Rettungswache

Ein "Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre"

1 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
2 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
3 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
4 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
5 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
6 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
7 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.
8 von 28
Die Mitglieder der Bergwachtbereitschaft Füssen freuen sich, dass ihre neue Rettungswache nun fertig und bereit für den Einsatz ist. Zur Eröffnung am Samstag wird ein buntes Programm mit Hubschrauberübungen und vielem mehr geboten.

Füssen – 116, 900, 2374 und 43.800 – wer sich unter diesen Zahlen nichts vorstellen kann, dem sei gesagt, dass diese keine Unbedeutenden sind. 

Belegen sie doch vielmehr statistisch das Jahr 2016 für folgende Bereiche: Anzahl der Einsätze, Einsatz-, Ausbildungs- und Dienstbereitschaftsstunden der Füssener Bergwacht. Vor dem Hintergrund steigender Anforderungen sind die Füssener Bergretter umso erfreuter, endlich ihre neue Rettungswache am Krankenhaus zu beziehen. Am vergangenen Samstag feierten sie deren Fertigstellung. 

Als die Füssener Bereitschaft im Jahre 1941 während des Zweiten Weltkrieges als Gebirgsunfalldienst gegründet wurde, bestand eine der wesentlichen Aufgaben unter anderem auch darin, auf die Moral der Wanderer zu achten. „So wurden beispielsweise Hosen tragende Damen darauf hin gewiesen, gefälligst Röcke beim Wandern zu tragen“, berichtete der langjährige Bereitschaftsleiter Heinz Hipp in seiner Ansprache im vollbesetzten Festzelt. 

Diese Zeiten sind gottlob aber längst vorbei, hat sich doch die Bergwacht von einer einst moralischen und naturschutzrechtlichen Instanz im Gebirge zu einer professionellen Institution zur Bergrettung gemausert. Dabei war sie sich immer selbst treu geblieben und passte sich stets den gegebenen und aktuellen Geschehnissen an. So befinden sich heute auch Spezialisten für die verschiedensten alpinen Trendsportarten wie Freeclimbing, Canyoning, Mountainbiking unter den derzeit 67 Mitgliedern der Füssener Bereitschaft. 

Aber schon seit langer Zeit war klar, dass die Bergwacht Füssen dringend eine größere Rettungswache benötigt. Schließlich waren die vorhandenen Räumlichkeiten des Rot-Kreuz-Hauses im Füssener Westen doch sehr beengt. „Abr bisses soweit war, isch no an Haufa Wassr dr Lech na´gflossa“, so ein Bergwachtler am Samstag.

 Mehr als ein Jahrzehnt

 Als schließlich im Jahre 2006 die Idee für ein neues Gebäude entstand, dauerte es dennoch über ein Jahrzehnt bis die Fertigstellung erfolgen konnte. So bestand eine der Schwierigkeiten darin, den bestmöglichen Standort zu finden. Ganze sieben Orte mit genauso vielen Plänen wurden ausgearbeitet und größtenteils wieder verworfen. Letztendlich entschieden sich die Verantwortlichen für den am Füssener Krankenhaus – allein schon wegen der kurzen Behandlungswege für die Patienten eine Entscheidung, die Sinn macht.

Für den 540.000 Euro teuren Zweckbau, der in über 4000 Arbeitsstunden durch die Mitglieder vielfach selbst erstellt wurde, zeichneten sich auch viele private und öffentliche Geldgeber verantwortlich. Ihnen allen dankte der ehemalige Bereitschaftsleiter Martin Steiner während seiner Rede. Dennoch sei es ein langer Weg gewesen, bis die Finanzierung letztendlich richtig ins Rollen kam, erinnerte er. 

Was danach passierte, sei eine richtige Spenden-Lawine gewesen, die über die Füssener Bergretter hereinbrach. Einer der größten Unterstützer war dabei der Landkreis Ostallgäu, der das Grundstück in Erbpacht für die kommenden 50 Jahre zur Verfügung stellte.

Finanzielle Hilfe

Als Dank für die permanente Einsatzbereitschaft und die Jugendarbeit sicherte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) für den „Ort mit Wohlfühl-Atmosphäre“, wie sie das neue Gebäude bezeichnete, eine finanzielle Unterstützung in Höhe von 75.000 Euro zu

.„All dies stellt aber keine Selbstverständlichkeit dar“, sagte Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD). „Geschieht dies doch alles im Ehrenamt und in der Freizeit der Bergretter. Und genau dieses Verhalten gilt es für die Zukunft zu wahren.“, so der Rathauschef weiter. Rettung mit Hubschrauber Als dann um 11.55 Uhr einige Alarmgeber zum Einsatz riefen, wurde plötzlich den anwesenden Gästen klar, wie notwendig diese Institution ist. 

Das wurde auch durch den Füssener SPD-Landtagsabgeordneten Dr. Paul Wengert nochmals unterstrichen, in dem er den Bergwachtlern hohen Respekt zollte. Zur Unterhaltung der zahlreichen Gäste sorgten die Kollegen aus Reutte mit dem Rettungshubschrauber RK2. Sie zeigten den zahlreichen Zuschauern, wie man einen Patienten mittels der Rettungswinde in Sicherheit birgt. Außerdem spielten die „Grageler“ im Festzelt.

Hoffen auf neue Mitglieder

 „Da aber der Unterhalt der neuen Bergrettungswache auch in Zukunft Geld kosten wird, so würde sich die Bergwacht Füssen freuen, wenn die Zahl der fördernde Mitglieder steigen würde“, hofft Markus Albrecht, verantwortlich für die Finanzen der Füssener Bergretter, weiterhin auf die Unterstützung der Bevölkerung und heimischen Unternehmen.

th

Auch interessant

Meistgelesen

"Handschrift der Männer"
"Handschrift der Männer"
Alles im Lack
Alles im Lack
Zu zweit unterm Baum
Zu zweit unterm Baum
Haus in der Schrannengasse soll in die Höhe wachsen
Haus in der Schrannengasse soll in die Höhe wachsen

Kommentare