Meinrad Sigg geht nach fast 50 Jahren an der Alpspitzbahn in den Ruhestand

Abschied eines Urgesteins

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Nesselwangs Bürgermeister Franz Erhart (CSU) (links) und Ralf Speck, Geschäftsführer der Alpspitzbahn (rechts) verabschieden Meinrad Sigg in den Ruhestand.

Nesselwang – Ein Urgestein der Nesselwanger Alpspitzbahn haben Bürgermeister Franz Erhart (CSU) und Geschäftsführer Ralf Speck jetzt in den Ruhestand verabschiedet. Nach fast 50 Jahren bei den Nesselwanger Bergbahnen geht Meinrad Sigg in Rente.

Zunächst hatte der gelernte Maurer als Aushilfe begonnen. Seit 21 Jahren zählt er jedoch zum Stammpersonal der Alpspitzbahn. Er arbeitete an der Sommerrodelbahn und seit 38 Jahren an „seinem” Lift, dem Familienlift, dem kleinsten der Liftanlagen. „Wenn ich den ganzen Tag nix von ihm hör, dann weiß ich, das alles in Ordnung ist“, so Geschäftsführer Ralf Speck. Viele Nesselwanger kennen „ihren” Meinrad schon von Kindesbeinen an und kommen mittlerweile selbst mit ihren Kindern an den Lift.

Auch bei den Urlaubsgästen ist der ruhige und besonnene Mitarbeiter der Alpspitzbahn beliebt. Der gebürtige Schneidbacher hatte den gesamten Wandel am Nesselwanger Hausberg miterlebt: den Bau des Nesselwanger Schlepplifts Anfang der siebziger Jahre, der in seiner Eröffnungssaison aufgrund des schneearmen Winters nur einen Betriebstag hatte, den Bau der Sommerrodelbahn, den Bau der ersten und zweiten Sektion der Kombibahn und die Errichtung der Beschneiungsanlage.

Seit vier Jahren ist er zudem in Diensten des Alp- und Weiderechtlerverbandes zuständig für das Vieh, das den Sommer über am Berg auf den zwei Alpen verbringt. Dafür wurde er von der Arbeit am Lift freigestellt. „Ich habe alles miterlebt – gute und schlechte Winter“, sagte Sigg bei seiner Verabschiedung. Für seine langjährigen Dienst erhielt er von Geschäftsführer Ralf Speck und Bürgermeister Franz Erhart die Urkunde als Rentner des Jahres verliehen.

hoe

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