Polizei in Füssen und Pfronten verzeichnet deutlich mehr Unfälle

Es kracht häufiger

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Ein Unfallhäufungspunkt in Füssen: Die Augsburger Straße.

Füssen – Im Jahr 2016 haben sich im Dienstbereich der Füssener und Pfrontener Polizei insgesamt 1579 Verkehrsunfälle und damit 141 mehr ereignet als im Jahr zuvor.

Das entspricht einem Anstieg um 9,8 Prozent. Und auch die Anzahl der Unfälle, bei denen die Verursacher deutlich alkoholisiert waren, ist von 13 auf 18 gestiegen. „Das Unfallgeschehen bewegt sich seit Jahren auf einem hohen Niveau und dabei ist die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss sehr hoch“, fasste Füssens Polizeichef Edmund Martin vergangene Woche die Situation auf den Straßen im Bereich der Dienststellen Füssen und Pfronten zusammen.

Neben Martin wiesen auch seine Füssener Kollegen Thomas Meiler und Helmut Maucher sowie Thomas Zeidler von der Polizeistation Pfronten auf wichtige Präventivmaßnahmen zur Verhinderung von Unfällen hin. 

Nachdem sich Meiler aber schon froh darüber geäußert hatte, dass es im vergangenen Jahr „Gott sei Dank“ keine Unfallschwerpunkte – das sind Stellen, an denen es in einem Jahr zu mindestens drei Unfällen mit Verletzten, davon mindestens einem Schwerverletzten gekommen ist – gegeben habe, untertrichen er und seine Kollegen, dass es allerdings „in bestimmten Bereichen“ zu Unfallhäufungen gekommen sei. 

Diese lägen etwa auf der Staatsstraße 2008 zwischen Enzenstetten und Seeg, auf der Augsburger Straße vom Kaiser-Max-Platz bis Palestrinaplatz in Füssen, auf der B17 zwischen Schwangau und Bannwaldsee, in Pfronten bei der Einmündung der Bahnhofstraße in die Allgäuer Straße sowie in Nesselwang bei der Einmündung der Lindenstraße in die Hauptstraße. 

Dennoch ist die Anzahl der Verkehrsunfälle mit verletzten Personen nach der jüngsten Statistik „leicht angestiegen“ und zwar von 250 im Jahr 2015 auf 263 im zurückliegenden Jahr. In beiden Jahren gab es dabei vier Verkehrstote. Erleichtert teilten die vier dagegen mit, dass sich 2016 kein einziger Schulwegunfall im Füssener Dienstbereich ereignet hat. Fahrerflucht nach einem Unfall begingen dagegen 2016 134 und damit elf Verkehrsteilnehmer mehr als im Jahr zuvor. 

Etwas geringer als 2015 fielen dagegen die Zahlen der jungen Erwachsenen (18 bis 24 Jahre) sowie Senioren (ab 65 Jahre) aus, die an Unfällen beteiligt gewesen waren, stellten Martin und Kollegen klar. 

Mehr Wildunfälle

Im Gegenzug stieg die Zahl der Unfälle mit Wildtieren von 255 auf 299. Exakt gleich ist hingegen die Zahl der Verkehrsunfälle mit Beteiligung von Radfahrern geblieben. Alles zusammen mache „ungefähr 4,5 Unfälle am Tag“, sagte der Füssener Polizeichef, der hinzufügte, dass die Polizei deswegen „mehr zu tun“ habe.

 Prävention wird wichtiger 

Während Martin „überhöhte oder nicht angepasste Geschwindigkeit und die Benutzung des Handys“ als Hauptunfallursachen angab, verdeutlichten seine Kollegen und er, wie wichtig diesbezüglich allgemeine Präventionsmaßnahmen seien. So wolle man auch künftig in Kindergärten und Schulen genauso Verkehrsunterricht abhalten wie bei speziellen Seniorennachmittagen sowie „bei Flüchtlingen“. 

Darüber hinaus werde es heuer abermals einen Aktionstag geben, „der auf Fahrradfahrer abzielt“, wie Meiler erklärte. Und im Zuge „von geeigneten Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen“ findet in der Nacht vom 19, auf den 20. April ein sogenannter „Blitzmarathon“ statt.

lex

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