"Elvira" begeistert einmal mehr beim Starkbieranstich in Vils

Großzügig mit Ratschlägen

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Renate Thurner als Reinigungsfachfrau „Elvira“ ist in ihrem Element und lässt die Politik Revue passieren.

Vils – Der Starkbieranstich im Stadtsaal war einmal mehr ein Riesenspektakel. Erstmals trat dabei die Stadtgemeinde als Veranstalter auf.

Im voll besetzten Saal erlebten die Besucher einen Abend mit Blasmusik, Theaterspiel und einen Auftritt der Reinigungsfachfrau „Elvira“, der es in sich hatte. 

Mit einem Blick ins Publikum konnte Bürgermeister Günter Keller eine ganze Reihe an Prominenz begrüßen: Nicht nur Österreichs Bundesratspräsidentin Sonja Ledl-Rossmann als gebürtige Vilserin ließ sich den edlen „Schwarze Krampalar“ schmecken, auch Wirtschaftskammer-Obmann Christian Strigl, die Bürgermeister Luis Oberer aus Reutte und Paul Iacob (SPD) aus Füssen sowie Michaela Waldmann aus Pfronten gaben sich ein Stelldichein. 

Anstoß auf „Augenhöhe“: die beiden Stadtbürgermeister Paul Iacob aus Füssen und Gastgeber Günter Keller (rechts).

Mittlerweile zum vierten Mal veranstaltet, war der Abend einmal mehr ein Anlass, sich mit Freunden, Verwandten und Bekannten zu einem kurzweiligen und abwechslungsreichen Fest zu treffen. Die „MuVi-Brass“, eine Musau-Vilser Formation unter der Leitung von Heidi Abfalter, verstand es, mit passender Blasmusik zu unterhalten und die mittlerweile traditionell auftretende Putzfrau „Elvira“ war ein Höhepunkt auf der Stadtsaal-Bühne. 

Mit spitzer Zunge teilte sie Lob und Tadel aus und verschonte besonders Bürgermeister Keller nicht mit ihren Ratschlägen. Bissige Kritik Ob die Nachwehen der Jahrhundertfeier, die explodierenden Kosten mit denen das „Krankenhausschweinle“ gefüttert werden musste oder das sparsame Schneeräumen mit „Salzstreuen in Prisen“ – es gab überall Ansätze zur „bissigen“ Kritik.

Beim Blick ins Publikum erspähte sie zum wiederholten Mal Bürgermeister, die trotz Neuwahlen wieder dieselben Gesichter trugen. Und so ging es Schlag auf Schlag und ein um das andere Mal gab es Szenenapplaus. 

Viel Applaus hatten zuvor schon die Theaterspieler von Fußball- und Ski Club mit ihren Sketchen bekommen, die sie mitten im Publikum, aber auch auf der Bühne, zum Besten gaben. Alles in allem war es ein vergnügliches „Stadtereignis“, das mittlerweile fest etabliert ist und erst in den späten Abendstunden sein Ende fand.

ed

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