Bodypainting, Skulpturen und Fotos

Zu einem lebenden Kunstwerk verwandelt Daniela Pahle ihr Modell Judith Sprenger per Bodypainting. Fotos: Berndt

Pfronten – Mehr als 20 Künstler an 16 Stationen haben am Sonntag Pfronten sieben Stunden lang zu einer Art Kunstjahrmarkt werden lassen. Hier konnten sich die Besucher einen satten Überblick über die regionale Künstlerszene verschaffen. 

Wer allerdings alle 16 Örtlichkeiten abklappern wollte, musste allerdings etwas Widerstandskraft gegenüber einer kulturellen Reizüberflutung beweisen. Schließlich hatte weder Pfronten noch dessen nähere Umgebung bisher mit einer derart massiven Anhäufung von Buntheit und Impressionsvielfalt aufgewartet. 

Da sich das Wetter bis auf einen kleinen Schauer von seiner besten Seite präsentierte, nutzten zahlreiche Atelierroutengäste die Möglichkeit, sich per Fahrrad zum Beispiel von der Galerie Vincent über den 3B-Treff und das Dreimäderlhaus, Eiscafé Bolina und das Café Glück, zum Trautmanns Dorfwirt aufzumachen. Weiter ging es dann zum Hotel Bergpanorama, zum Schlossermeister Philipp Trenkle, den Pavillon am Rathaus und schließlich zur Schankwirtschaft Wohlfart. Dort und an einigen weiteren Örtlichkeiten wartete ein künstlerischer Höhepunkt nach dem anderen auf die Besucher. So präsentierte Maria Majhera im 3B-Treff an der Breitenbergbahn etwa farbkräftige Ölbilder und Drucke, wogegen im Gasthof Aggenstein Stefan Fischer sowie Peter Krahe mit eindrucksvollen Fotografien vertreten waren. 

Blind-Aquarelle in der mongolischen Jurte 

Im Eiscafé Bolina zeigte die aus Polen stammende Jolanta Szalanska einige ihrer bereits in der Galerie Vincent ausgestellten Gemälde. Nur einige hundert Meter weiter im Café Glück präsentierte Gabriel Guggemos seine Acrylbilder den Augen der Betrachter. Er hielt die von Babel initiierte Veranstaltung für eine „ganz gute Idee“. Zur gleichen Zeit war Daniela Pahle in der Galerie Vincent noch damit beschäftigt, ihr Modell Judith Sprenger vor den Blicken der interessierten Beobachter per Bodypainting in ein lebendes Kunstwerk zu verwandeln. Ein Hingucker war auch die Ausstellung der Aquarelle, die Pauline Lepȗre und Ralf Kamphausen nach Auskunft von Lepȗre „mit verbundenen Augen“ gemalt hatten. Ungewöhnlich war auch der Ausstellungsort: eine original mongolischen Jurte beim Dreimäderlhaus. 

In der Schankwirtschaft Wohlfart zogen währenddessen Werke von Anette Nöß genauso die Aufmerksamkeit auf sich, wie im Alpenhotel Krone die Edelstahl-Skulpturen und Bilder von Hermann Brandl. Richtig starker Besucherandrang her-rschte dann bei der abschließenden Tanzperformance von Judith Sprenger in der Galerie Vincent, die musikalisch unter anderem von Trommelklängen von Astrid Schmitz begleitet wurde. Dabei konnten sich die Zuschauer anhand von 45 Werken aller an der „Atelier-Route“ beteiligten Künstler einen Gesamtüberblick über deren Kreativität verschaffen und die vielen kulturellen Eindrücke dieses Tages bei einem Gläschen Sekt sacken lassen. 

Die Kunstwerke von Heidi Urban, Klaudia Marek, Annette Weiß und den anderen Künstlern sind noch bis Sonntag, 21. September, jeweils donnerstags bis sonntags, von 15 bis 18 Uhr, in der Kunstgalerie Vincent zu sehen. lex

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