Von Südafrika nach Pfronten

Arzt blickt am "Tag der Arthroskopie" Pfrontener Chirurgen über die Schulter

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Dr. Björn Drews, Dr. Gabriel Pirjol und Dr. Christian Schoch vor dem OP in der St. Vinzenz Klinik. In der St. Vinzenz Klinik hospitieren im Jahr ca. 20 Ärzte, um sich besondere OP-Techniken anzueignen.

Pfronten – Der 1. Februar war auch in der St. Vinzenz Klinik in Pfronten ein „Tag der Arthroskopie”.

Denn der südafrikanische Arzt Dr. Gabriel Pirjol war für zwei Tage in der St. Vinzenz Klinik Pfronten zu Besuch und schaute dabei den beiden Pfrontener Chirurgen, Dr. Christian Schoch und Dr. Björn Drews, über die Schulter. Unter dem Motto: „Arthroskopie hilft“ plante die deutschsprachige Gesellschaft für Arthroskopie (AGA) am 1. Februar verschiedene Aktionen, um über das Thema der minimalinvasiven Gelenkchirurgie zu informieren. Schmerzen im Gelenk können verschiedene Ursachen haben. 

Neben der ärztlichen Untersuchung, den Bildgebenden Verfahren, wie beispielsweise Röntgen, spielt die Arthroskopie in der Diagnosestellung und der Therapie eine wichtige Rolle. Hierbei führt der Arzt über einen kleinen Hautschnitt eine winzige Kamera in das Gelenk ein.

 Die Bilder aus dem Gelenk werden auf einen Monitor übertragen. So kann der Arzt eine exakte Diagnose stellen. Mit Hilfe von speziellen Instrumenten können die Ärzte dabei auch kleine Eingriffe vornehmen. In der St. Vinzenz Klinik Pfronten gehen nach eigenen Angaben jedes Jahr viele arthroskopische Eingriffe über die Bühne, so dass sie ebenfalls den Tag der Arthroskopie für eine besondere Aktion nutzte. 

Die beiden Pfrontener Chirurgen, Dr. Christian Schoch und Dr. Björn Drews begrüßten einen südafrikanischen Kollegen zu einer zweitägigen Hospitation. Hierbei konnte Dr. Gabriel Pirjol den beiden Ärzten im OP über die Schultern schauen. Diese sind seit vielen Jahren ausgebildete AGA-Instruktoren. 

Das heißt, dass sie andere Ärzte im Bereich der Gelenkchirurgie ausbilden und anleiten dürfen. Zahlreiche Eingriffe am Schultergelenk und eine Ellenbogenarthroskopie standen auf dem Programm. 

Fachlicher Austausch

Dr. Pirjol beobachtete diese Eingriffe und erfuhr dabei vieles zur Theorie und konnte einige Tipps mit in seine Heimat nehmen.

Parallel war der interessierte Gast auch bei Kreuzbandersatz-Operationen sowie meniskuserhaltenden Eingriffen von Dr. Drews dabei. Neben dem fachlichen Austausch ist es für die beiden Pfrontener immer wieder spannend, die Unterschiede der Versorgung, der Zugänglichkeit und der Wahrnehmung der Schwere einer Verletzung in einem anderen Land und einem anderen Gesundheitssystem kennenzulernen. 

Somit war auch in Pfronten der 1. Februar ein Tag der Arthroskopie. Man war und ist sich in der St. Vinzenz Klinik sicher, dass man weiterhin den Patienten mit immer minimal-invasiver-werdenden Eingriffen einen maximalen Nutzen bringen kann.

kb

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