Preisverleihung im Füssener Kaisersaal

Füssens Kulturpreis geht an Carlo Carutti

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Carlo Alberto Carutti trägt sich ins Goldene Buch ein. Zuvor hatte er den mit 2000 Euro dotierten Kunst- und Kulturpreis der Stadt Füssen erhalten.

Füssen – „Ben venuti a Füssen“ hat Füssens Bürgermeister Paul Iacob jetzt in seiner Rede Carlo Alberto Carutti und Kulturverantwortliche Gäste aus Cremona im Füssener Kaisersaal begrüßt.

Der Anlass dafür war der Füssener Kunst- und Kulturpreis der Stadt Füssen, den Iacob auf Beschluss des Stadtrates Signore Carutti überreichte. Der 91-Jährige Carlo Alberto Carutti hatte Füssen als Wiege der Lauten-Bauer mehrmals Teile seiner private Sammlung historischer Saiteninstrumente zur Verfügung gestellt, bevor er sie 2013 der Stadt Cremona vermachte, die diese Sammlung im „Museo civico“ ausstellt (der Kreisbote berichtete). 

In den kommenden Jahren „sind mit Herrn Carutti weitere Ausstellungsprojekte angedacht, die Füssens Positionierung als Kulturstadt im südlichen Allgäu fördern“ werde, verkündete Bürgermeister Iacob in seiner Rede. Zu verdanken sei der Kontakt zum Preisträger der Firma Bihler, deren Geschäftsführer Matthias Bihler er in der Feierstunde ebenfalls begrüßte. 

Die Laudatio hielt Prof. Dr. Josef Forcht, Museum für Musikinstrumente der Universität Leipzig, der die Geschichte des Lauten- und Saiteninstrumentenbaus erzählte. In der Renaissance hätten sich die Instrumentenbauer nördlich und südlich der Alpen wohl gegenseitig in dieser Handwerkskunst ergänzt. 

„Viva Italien und Deutschland“, bedankte sich der Preisträger abschließend in seiner Rede, die er in bestem Deutsch hielt und in der er an die Freundschaft beider Länder erinnerte und forderte, sie weiter zu vertiefen.

Johanna Lang

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