Fast 14.000 Unterschriften

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Politiker von Freien Wählern, SPD und Grünen unterschreiben das Volksbegehren im Bürgerbüro Füssen: Fast 1200 Füssener und 14.387 Ostallgäuer haben es ihnen gleichgetan. Foto: Archiv

Füssen – Das Volksbegehren zur Abschaffung der Studiengebühren, das Freie Wähler, Grüne und SPD mit weiteren Organisationen und Gewerkschaften ins Leben gerufen haben, hat die Zehn-Prozent-Hürde geknackt. Im Ostallgäu unterschrieben fast 14 Prozent der Stimmberechtigten.

Bis zu 500 Euro müssen Studenten seit einigen Jahren pro Semester für das Studium bezahlen. Dagegen machte jetzt ein Bündnis aus den Oppositionsparteien im Landtag mobil. Unterstützung erfuhren sie dabei nicht nur von Gewerkschaften und weiteren Orga- nisationen, sondern offenkundig auch von der Bevölkerung. Zehn Prozent der Bayern mussten unterschreiben, damit dem Volksbegehren ein Volksentscheid folgen kann. Diese Quote wurde bayernweit mit 14,4 Prozent locker erreicht – so auch im Ostallgäu. Wie Susanne Kettemer vom Landratsamt jetzt bekanntgab, unterschrieben 14.387 Bürger des Landkreises bei ihren jeweiligen Gemeinden für die Abschaffung, das entspricht einer Quote von 13.97 Prozent. Die Beteiligung schwankte dabei von Gemeinde zu Gemeinde. Die 20 Prozent knackten nur die Irseer knapp, gefolgt von Jengen mit 19,90 Prozent. Weniger Gegner der Studiengebühren fanden sich im südlichen Ostallgäu – lediglich 11,38 Prozent der Stimmberechtigten – das sind 1194 Menschen – unterschrieben im Bürgerbüro Füssen, nur etwa jeder zehnte Pfrontener leistete seine Unterschrift. Unterschritten wurde das Zehn-Prozent-Quorum nur in Görisried, Hopferau, Osterzell und Wald. Nun ist der Weg frei für einen Volksentscheid um die Studiengebühren im Freistaat – wenn der Bayerische Landtag sie nicht vorher selbst abschafft.

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