"Weissenseer Theatrer" überzeugen mit Komödie

Gelungene Premiere

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Temporeich und turbulent: Die „Weissenseer Theatrer“ feiern eine äußerst gelungene Premiere ihres Stückes „Boeing Boeing“.

Weissensee – Mit „Boeing Boeing“ haben die „Weissenseer Theatrer“ des Trachtenvereins „D´Falkenstoaner“ jetzt einen perfekten Start in die aktuelle Theatersaison im Schützenhaus Roßmoos hingelegt.

So waren die rund 150 Premierenbesucher am Ende des Stückes aus der Feder des französischen Schriftstellers Marc Camoletti vor Begeisterung fast aus dem Häuschen. Am Ende des zwei Stunden langen Stücks spendeten sie nicht nur den sechs Darstellern unter der Leitung von Martina Strodl und Rolf Steiger beinahe tosenden Beifall. 

Die teilweise stehenden Ovationen galten zudem der Souffleuse Paula Strodl sowie Silke Stöger, Marianne Greif, Romina Seidel und Hermann Haas, die hinter der Bühne für Maske, Kostüme, Bühne, Technik und Licht verantwortlich zeichneten. Im Fokus der ersten von insgesamt acht Vorstellungen standen allerdings die bestens aufgelegten Hauptakteure auf der Theaterbühne. Demzufolge präsentierten sich Andrea Mahler, Petra Strodl, Christine Zweng, Elfriede Strodl, Wolfgang Strodl und Fabian Strodl prächtig disponiert. 

Sie waren ihren eigenen Ansprüchen, die für eine Laienschauspieltruppe durchaus sehr gehoben sind, in beeindruckender Manier gewachsen. Die zum Teil bis in kleine Details äußerst ansprechend inszenierte Weissenseer Bühnen-fassung der Geschichte um den Junggesellen Bernhard (Wolfgang Strodl) und dessen „Perpetuum mobile der Liebe“, wie sein Kumpel Robert (Fabian Strodl) es nennt, zeichnete sich dabei sowohl durch die witzige Umsetzung der geistreichen Originalversion aus den 60er-Jahren als auch die starken darstellerischen Leistungen jedes einzelnen Akteurs aus. Deren imponierende Bühnenpräsenz erreichte teilweise fast professionelles Niveau. 

Auf diese Weise gelang es den „Weissenseer Theatrern“, dem Publikum die einst mit Jerry Lewis und Tony Curtis verfilmte turbulente Boulevardkomödie temporeich und zudem sehr unterhaltsam zu servieren. Darin ist Bernhard mit den drei Stewardessen Jane aus den USA (Petra Strodl), Antonella aus Italien (Andrea Mahler) und der Schweizerin Judith (Christine Zweng) gleichzeitig liiert. 

Sein Liebeskarussell kann Bernhard mithilfe seines Spezies Robert trotz einiger Turbulenzen eine ganze Zeit lang unfallfrei manövrieren, bis die Unordnung in den Fahrplänen der internationalen Fluggesel-lschaften auch sein Leben ins Chaos stürzen. Und während Bernhards Hausdame Martha dadurch nur noch mehr in ihrer Meinung bestätigt wird, „dass das kein Leben für ein anständiges Dienstmädchen ist“, kommt es schließlich doch zum Happy End.

lex

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