Einstimmiger Beschluss der Stadträte

Neue Ampel für Füssener Schüler

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Etwa 50 Meter weiter stadteinwärts soll die Bedarfsampel für Fußgänger aufgestellt werden. Aus Kostengründen wird die Maßnahme aber wohl nicht vor 2020 umgesetzt werden.

Füssen – Einstimmig hat sich der Verkehrsausschuss in seiner Sitzung am vergangenen Donnerstagabend für das Aufstellen einer Bedarfsampel in der Von-Freyberg-Straße kurz vor der Einmündung zur Herkomerstraße ausgesprochen.

Damit folgten die Ratsmitglieder dem Antrag einiger Mütter von Schulkindern, die sich um die Sicherheit ihrer Kinder auf dem Schulweg gesorgt hatten. Vor 2020 wird die Ampel jedoch nicht kommen. 

Zwar gibt es auf Höhe der Herkomerstraße bereits eine Querungshilfe in Form einer Mittelinsel. Diese werde von den betroffenen Eltern aber als nicht ausreichend angesehen. Zumal auf Anweisung des Innenministeriums in München die optisch hervor gehobenen Dreiecksmarkierungen wieder entfernt werden mussten. Dazu komme, dass die Aufstellfläche in der Fahrbahnmitte aufgrund der Fahrbahn sehr schmal sei. Daher hatten einige Mütter bei der Stadtverwaltung eine Bedarfsampel oder einen Zebrastreifen beantragt. 

Anfang Dezember hatte es dazu auch ein Treffen mit den Frauen gegeben, an der auch die Polizei teilgenommen hat, heißt es dazu im Bericht des städtischen Verkehrsamtes. Die Polizei lehne einen Zebrastreifen ab, da ein solcher nicht ausreichend Sicherheit für die Schulkinder biete, heißt es weiter in der Stellungnahme des Verkehrsamtes.

Einen Lotsendienst morgens zur Schule durch die Eltern – wie es ihn in vielen Umlandgemeinden gebe - hätten dagegen wiederum die Eltern abgelehnt. „Es bleibt nur die Ampel, die auch die Mütter wollen“, fasste Verkehrsamtsleiter Manfred Schweinberg die Lage zusammen. „Die Ampel ist zu favorisieren!“ 

Doser will handeln

Dem Wunsch der Eltern schnellstmöglich nachzukommen, mahnte Jürgen Doser (FW) an. „Wir haben doch die Lösung!“, betonte er. Nun müsse auch gehandelt werden, alles andere sei den Bürgern nicht mehr vermittelbar. „Wir sollten mal vorankommen“, appellierte er. SPD-Stadtrat Wolfgang Bader appellierte ebenfalls, die Sache jetzt anzugehen. „Ich bin für eine schnellstmögliche Realisierung der Signalanlage“, so Bader, der sich damit aus Sicherheitsgründen gegen einen Zebrastreifen aussprach. „Ich habe da so viele haarsträubende Situationen erlebt“, verwies er auf den alten Zebrastreifen in der Augsburger Straße. „Die Kinder verlassen sich darauf, dass sich die Autofahrer richtig verhalten“, so Bader weiter. Das sei aber eben nicht immer der Fall. 

Enttäuscht von Eltern

Dr. Martin Metzger (BfB) entgegnete, dass der Zebrastreifen in der Augsburger Straße sicherlich einer der am ungeeignetsten gewesen sei. „Das ist ein ganz schlechtes Beispiel!“ Andere Fußgängerüberwege hingegen würden sehr gut funktionieren. Darüber hinaus sagte er: „Ich habe auch schon Autofahrer gesehen, die bei rot über die Ampel fahren.“ Bürgermeister Paul Iacob (SPD) plädierte aber ebenfalls für eine Ampel. „Die Lösung, die wir wollen, ist für die Schulkinder“, appellierte er. „Wir wollen vorausschauend verhindern, dass etwas passiert.“ Enttäuscht äußerte er sich allerdings über die Eltern, die einen Lotsendienst abgelehnt hätten. „Es ist bedauerlich, dass von den Eltern sich niemand da hinstellen wollte“, erklärte er. „Ich bin überzeugt, dass nicht jeder der Mütter und Väter um halb Acht zur Arbeit muss.“ Auf dem Land funktioniere ein solcher Lotsendienst schließlich auch. 

Allerdings wird die neue Bedarfsampel wohl frühestens 2020 kommen. Vorher sei kein Geld dafür da.

mm

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