Am Samstag startet das Schalenggenrennen

Die Spannung steigt

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Mit Hörnerschlitten geht es am Samstagmittag zum Vergnügen der Zuschauer den 1000 Meter langen Hang im Ortsteil Kappel hinab.

Pfronten – Am kommenden Samstag, 6. Februar, findet in Kappel ab 12 Uhr das 31. Original „Schalenggenrennen“ statt. Mit rund 200 maskierten Teilnehmern, vielen Tausend Zuschauern und der Atmosphäre im Bergdorf Pfronten-Kappel zählt die Veranstaltung zu den größten Hörnerschlittenrennen Bayerns.

Bereits im Dezember starteten die ersten Vorbereitungen, damit beim Rennen am Faschingssamstag alles reibungslos läuft. So werden sich am Samstagmittag wieder bis zu 200 mutige Teilnehmer mit den als „Schalenggen“ bezeichneten hölzernen Schlitten im Ortsteil Kappel den 1000 Meter langen Hang hinabstürzen.

 Bis dahin koordiniert und organisiert der Schalenggenausschuss rund um Hannelore Allgayer jedes Detail: Bestellungen müssen getätigt werden, Termine und Absprachen koordiniert und Anmeldungen angenommen werden. Ein Team allerdings ist auf Lebenszeit angemeldet: Die Fahrer Hans Möst und Herbert Funke aus Nesselwang sind bisher jedes Rennen mitgefahren und werden auch heuer wieder erwartet.

Spannend wird es jedes Jahr schon vor der eigentlichen Veranstaltung, wenn sich alle Blicke aufs Wetter richten. Reicht der Schnee, wird die Strecke von vielen Freiwilligen aus Kappel noch von Hand präpariert. Jeder Meter wird von den Helfern mit Schuhen oder Skiern verfestigt, der Schnee renntauglich komprimiert.

So kann das Gaudi-Rennen schließlich am Samstag um 12 Uhr starten In einer gemeinsamen Moderation führen Reinhard Gschwend und Andi Fichtl durch die Veranstaltung. Die beiden Pfrontener Pfarrer Andreas Waßmer (evangelisch) und Bernd Leumann (katholisch) eröffnen wie in den Vorjahren das Rennen. Auch Pfrontens Bürgermeisterin Michaela Waldmann ist natürlich mit von der Partie. Sie fährt an der Seite des Rechtlervorstandes Bernd Mayr bei den „Originalern“ ins Tal.

 Der geschichtliche Hintergrund dieser Veranstaltung wird dabei besonders deutlich, denn früher wurde im Winter Holz und Heu mit den Schalenggen ins Tal transportiert. Zum ersten Mal auf die Abfahrtsstrecke wagt sich in diesem Jahr die Bürgermeisterin Muriel Bénier aus der französischen Partnergemeinde Thoiry an der Seite des erfahrenen Philipp Trenkle, die das Feld der „Originaler“ eröffnen werden. „Der Besuch der Abordnung aus Thoiry fällt in diesem Jahr mit dem Schalenggenrennen zusammen, so dass die Mitfahrt schnell abgemacht war“, freut sich Bürgermeisterin Waldmann über die gemeinschaftliche „Amtshandlung“ und die Möglichkeit, den französischen Gästen authentisches Brauchtum bieten zu können.

Rasante Fahrten

Auch Pfrontens amtierende Bergwiesenkönigin Sinja I. wird am Rennen teilnehmen – zum letzten Mal in ihrer Amtszeit, ehe im Juli eine Nachfolgerin gekrönt wird.

Zunächst aber sind für die 31. Auflage des Schalenggenrennens rasante Fahrten und spannende Wettkämpfe vorprogrammiert, bei dem jeder Teilnehmer im Zieleinlauf mit Kommentaren wie „dia fahred em Deifl a Ohre weck“ begrüßt wird. Für das leibliche Wohl versprechen die Organisatoren ebenfalls zu sorgen. Nach dem Rennen ist im Partyzelt mit Musik und Verpflegung für Stimmung bis in die Nacht gesorgt.

Zu dem Rennen fährt außerdem ein kostenloser Busshuttle aus allen Pfrontener Ortsteilen. Gäste, die mit der Bahn aus Richtung Kempten anreisen, können den Bus ab Bahnhof Pfronten-Ried benutzen, der dann um 10.40 Uhr bzw. 11.25 Uhr nach Kappel und ab 15, 16 und 17 Uhr von dort wieder zurück fährt. Der Eintritt beträgt für Erwachsene 3,50 Euro, Kinder und Jugendliche bis einschließlich 16 Jahre haben freien eintritt.

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