Vorsorge in großen Dimensionen

Für 4,1 Millionen Euro wird derzeit das Seniorenzentrum „Zum guten Hirten“ in Reutte umgebaut, erweitert und saniert. Dadurch wird sich die Nutzfläche von derzeit 3550 auf 15700 Quadratmetern mehr als vervierfachen. Die Zimmeranzahl erhöht sich von derzeit 42 auf 63 und die neuen Räume werden ausschließlich Einzelzimmer sein.

Bürgermeister Helmut Wiesenegg stellte beim Richtfest in der vergangenen Woche dazu fest: „Mit dem heutigen Tag sind wir einen großen Schritt in der Daseins-Vorsorge unseres Heimatortes Reutte vorangekommen". Verbunden mit dieser Feier war die Überreichung eines 50000 Euro-Schecks der Privatstiftung Sparkasse Reutte durch Direktor Dr. Walter Hörtnagl und dem Stiftungsratsvorsitzenden Dietmar Koler. Bei einem Rundgang durch den Rohbau konnten sich die rund 50 Ehrengäste davon überzeugen, dass die Bewohnerinnen und Bewohner zukünftig nach den modernsten Richtlinien für Einrichtungen dieser Art wohnen werden. Die bestehenden Zimmer im Nord- und Südtrakt werden dabei generalssaniert. Dazu kommen unter anderem erweiterte Brandschutzmaßnahmen, Vollwärmeschutz, aktuelle Energieeinsparungen sowie eine Solaranlage für Brauchwasseraufbereitung. Wie Architekt Armin Walch erklärte, wird das dritte Obergeschoss Ende des Jahres bezugsfertig sein, der Nord- und Mitteltrakt folgt im April 2010 und den Abschluss bildet der Südtrakt im Juli 2010. Damit wird das Bauwerk rund ein halbes Jahr vor dem zunächst vorgesehenen Termin fertig gestellt sein. Insgesamt wurden die bisher 36 Gewerke an 23 Firmen, großteils aus dem Bezirk Reutte, vergeben. Alfreda Kleinhappl, Leiterin des Seniorenzentrums, ihre Mitarbeiter und nicht zuletzt die Bewohner hat die Dimension dieser Baumaßnahme sichtlich überrascht. „Da hat uns ganz einfach die Vorstellung gefehlt", gestand sie. Kein Baustellen-Feeling „Die letzten Monate haben wir versucht, unseren Bewohnern das Gefühl zu vermitteln, nicht auf einer Baustelle zu wohnen und bisher haben wir die erste Bauphase gut überstanden". Tirols Landesrat (Minister) für Soziales, Gerhard Reheis, der es sich nicht hatte nehmen lassen, beim Richtfest dabei zu sein, meinte: „Es tut sich einiges in Reutte“. Und dass nun im Zeichen des demographischen Wandels in den nächsten Jahrzehnten dieses Haus bereits schon jetzt zukunftsweisend ausgerichtet wird, „spricht für das Verantwortungsbewusstsein der Marktgemeinde gegenüber der älteren Generation".

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