Haus- und Grundbesitzer informieren sich über neue Rechtslage

Reden statt streiten

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Die drei an der Spitze: Wolfgang Martin (v.l.), Annegret Viebig-Sandler und Christopher Pult bleiben Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins Füssen.

Füssen – Wolfgang Martin, Annegret Viebig-Sandler und Christopher Pult bleiben Vorsitzende des Haus- und Grundbesitzervereins Füssen. Das ergaben vergangene Woche die Vorstandswahlen in der Jahreshauptversammlung des Vereins im „Hotel Luitpoldpark“.

Wenn die Neuwahlen wohl auch den wichtigsten Tagesordnungspunkt der jüngsten Jahreshauptversammlung des Haus- und Grundbesitzervereins darstellten, nahm Dr. Ulrike Kirchhoffs Vortrag über das Thema „Neues aus der Gesetzgebung“ zeitlich den meisten Raum des Abends ein. 

So referierte die Vorsitzende des Landesverbandes bayerischer Haus-, Wohnungs- und Grundbesitzer aus München dabei länger als eine Stunde unter anderem über aktuelle beziehungsweise geplante Gesetzesänderungen im Bereich des Mietrechts. An der Spitze des Füssener Hauseigentümervereins kam es demgegenüber zu keinerlei Veränderungen. 

So bestätigten die gut 50 Anwesenden Annegret Viebig-Sandler in ihrem Amt als Vorsitzende, während sie Christopher Pult und Wolfgang Martin erneut zum zweiten beziehungsweise dritten Vorsitzenden wählten. Bei ihrem Rückblick auf das Jahr 2013 erinnerte Viebig-Sandler in ihrem Rückblick vor allem an die Landesverbandstagung in Füssen. Außerdem habe der Verein „mehrere kostenfreie Rechtsberatungen angeboten“. „Ein immer wieder großes Problem“ für Vermieter seien die oftmals recht teueren Rechtsstreitigkeiten bei Kündigungen des Mietverhältnisses.

Daher empfahl sie den Zuhörern, vor einem möglichen Rechtsstreit vor Gericht zunächst immer „das Gespräch mit dem Mieter“ zu suchen, bevor man als Vermieter letztlich unter Umständen auf einer ganzen Menge „Kosten sitzen bleibe“. 

Bei den von Dr. Kirchhoff anschließend geleiteten Neuwahlen ergab sich auch hinsichtlich der Besetzung des Ausschusses des Haus- und Grundbesitzervereins Füssen kein gravierender Wechsel. Demzufolge wurde neben Dagmar Hauke, Heinz Hipp und Karlheinz Scheibel auch Werner Faltlhauser erneut in das Gremium gewählt. Neu ist hingegen Reinhilde Weith. Als Kassenprüfer des Vereins fungieren außerdem erneut Siegfried Schubert sowie Anton Paulsteiner. 

Viele Veränderungen 

Dr. Kirchhoffs Referat nahm daraufhin breiten Raum ein. Sie informierte die Zuhörer unter anderem über eine vom Gesetzgeber „geplante Mietpreisbremse“, mittels derer „mehr bezahlbarer Wohnraum in Deutschland“ geschaffen werden solle. Kirchhoffs Ansicht nach werde jedoch genau dies durch die Gesetzesänderung nicht erreicht werden, sondern „zu einer weiteren Wohnraumverknappung führen“. Im Namen des Landesverbandes sprach sie sich daher gegen die Einführung einer Mietpreisbremse aus. Ebenfalls einen Schwerpunkt in Kirchhoffs Vortrag bildeten „die neuen Vorschriften zum Energieausweis“. 

Demnach müsse der Ausweis „in Zukunft bei jeder Neuvermietung, bei jedem Verkauf einer Immobilie dem Interessenten unaufgefordert vorgelegt werden“. Ihrer Meinung nach sei deshalb jetzt „der späteste Zeitpunkt, einen Energieausweis für die vermietete oder zu verkaufende Immobilie austellen zu lassen“. 

Außerdem setzte die bayerische Verbandsvorsitzende das Auditorium außerdem darüber in Kenntnis, „dass öffentliche Wohnungsanzeigen in Zukunft bestimmte Angaben zur Energieeffizienz“ der zu verkaufenden oder zu vermietenden Immobilie enthalten müssten. Darüber hinaus wies sie die anwesenden Vereinsmitglieder noch darauf hin, „Wohnungen mit Rauchwarnmeldern“ auszustatten.

lex

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