CSU Schwangau zieht Bilanz und blickt nach vorne

Dorfentwicklung im Fokus

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Die weitgehend wiedergewählte Vorstandschaft der CSU Ortsgruppe Schwangau um Peter Helmer (v.l.) und Heinz Böhling, Erster Vorstand Michael Weisenbach, Benedikt und Reinhold Sontheimer, Andreas Helmer, Heike Schöll, Jürgen Jentsch und Michael Gebler.

Schwangau – Das abgelaufene Jahr war geprägt von Wahlen und dem Amtsantritt des neuen Bürgermeisters. Nun geht der Blick der CSU Ortsgruppe nach vorne. In der Jahreshauptversammlung standen zunächst nochmals Wahlen auf der Agenda. Dabei wurde Vorsitzender Michael Weisenbach im Amt bestätigt.

Die Dorfentwicklung stand vor einem Jahr auf dem Wahlprogramm der Schwangauer CSU. Was sich seither getan hat, rekapitulierte Bürgermeister Stefan Rinke, wobei die Stichworte Breitbandversorgung (unter anderem zum Schloss Neuschwanstein), Infrastruktur und Wasserversorgung fielen. Insbesondere beim Straßenausbau sei die Verwaltung in intensiven Grundstücksgesprächen, so Rinke. 

Das Thema Wasserversorgung ist hingegen ein zwiespältiges. Einerseits, weil man in Schwangau nicht nur für die eigene Gemeinde die Wasserversorgung übernimmt, sondern auch für den Nachbarort. Und die ist wiederum problematisch, weil theoretisch dafür mit Hohenschwangau ein ganzer Ortsteil in eine Art Dornröschenschlaf versetzt werden müsste, um die Schutzfunktion für die Brunnen der Stadt Füssen gewährleisten zu können (der Kreisbote berichtete mehrfach). 

Dass das Thema nicht ohne ist, zeige auch die Tatsache, so Rinke, dass die Auslegung der Pläne für das Schutzgebiet auf Anweisung des Landratsamtes zunächst abgebrochen werden musste. Nun sollen neue Unterlagen vorgelegt werden. Weiterhin stehen die Themen Familienpolitik und natürlich der Tourismus sowie die Landwirtschaft mit ganz oben auf der „To-do-Liste“ der Ortsgruppe, die auch die Stimmenmehrheit im Gemeinderat hat. 

Kurz erinnerte Rinke an das Forggensee-Gespräch, wo es unter anderem um dir Themen Treibholz und Verlandung ging. Dabei hätten Wasserwirtschaftsamt und der Stromversorger E.ON als Betreiber der Staustufe versichert, nicht zuständig zu sein, so der Bürgermeister leicht indigniert. 

Vorstand bestätigt 

Fraktionsvorsitzender Peter Helmer hob in seinem Bericht die gute finanzielle Situation der Gemeinde hervor. Diese bestreite die aktuellen Investitionen aus den Rücklagen ohne einen Kredit aufnehmen zu müssen. Vielmehr tilge die Kämmerei 400.000 Euro Schulden jährlich, so Helmer. Etwas umfangreicher seien demgegenüber die Gespräche, in die der wiedergewählte Ortsvorsitzende Michael Weisenbach unter anderem mit Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) involviert ist. 

Dabei geht es auch um die Wasserschutzgebiete und das Thema Asyl, sowie den Forggensee und die Schlosskonzerte, die auch die Landrätin erhalten möchte. Insbesondere für diese aber müsse sich im Hinblick auf die ehrenamtlichen Helfer etwas ändern, befand Weisenbach. Bei den Wahlen bestätigte die Versammlung Weisenbach als Ersten Vorsitzenden und Peter Helmer sowie Jürgen Jentsch als seine Stellvertreter. Dritter Stellvertreter wurde – nachdem Hans-Jürgen Hörmann seinen Posten abgab – Andreas Helmer. 

Auch Schriftführer Heinz Böhling und Kassier Richard Müller bekamen abermals das Vertrauen der Mitglieder ausgesprochen. Als Beisitzer wurden Heike Schöll, Benedikt Sontheimer sowie Martin Schweiger, Hermann-Otto Velle und Michael Gebler bestimmt. Verhindert an diesem Abend war Toni Mair, der der CSU-Ortsgruppe seit 40 Jahren angehört und dafür eigentlich geehrt werden sollte. Hans-Jürgen Hörmann ist mittlerweile mehr als 30 Jahre in der Ortsgruppe. Schlussendlich wurde noch der frühere Bürgermeister der Gemeinde, Reinhold Sontheimer, geehrt.

Oliver Sommer

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