Nach einem touristischen Rekordjahr will Schwangau mit neuen Veranstaltungen nachlegen

Mit Tradition und Kultur

+
Sorgt für gute Tourismuszahlen in Schwangau: Schloss Neuschwanstein.

Schwangau – Darüber freuten sich in der Jahreshauptversammlung des Kur- und Verkehrsvereins nicht nur Bürgermeister Stefan Rinke, sondern auch der Vereinsvorsitzender Martin Helmer.

Ilona Seestaller von der Tourist Information Schwangau gab bekannt, dass das vergangene Jahr „für den Tourismus in Schwangau ein erfreuliches, und nach Auswertung der statistischen Daten, sogar ein herausragendes Rekordjahr“ gewesen sei. 

Demzufolge habe sich beispielsweise die Anzahl der Übernachtungen im Vergleich zum Vorjahr um 3,9 Prozent auf fast 800. 000 erhöht, was einen Rekordstand bedeute (der Kreisbote berichtete). Und die Gästezahl betrug knapp 227.000, was ein Anstieg von ungefähr 1,8 Prozent sei, wie Seestaller erklärte.

Unverändertes Team: Der Vorstand des Kur- und Verkehrsvereins Schwangau um Stefanie Duft (v. l.), Martin Helmer, Julia Schweiger, Christel Ambos und Conny Schön.

Damit war sie allerdings nicht die einzige, die die Gemeinde Schwangau vor den rund 30 Versammlungsteilnehmern im „Schneiderhanser“ in einem vorteilhaften Licht erscheinen ließ. 

Auch Bürgermeister Rinke sowie der bei den Wahlen an diesem Abend in seinem Amt bestätigte Vorsitzende des Verkehrsverein, Michael Helmer, rührten die Werbetrommel für das Dorf der Königsschlösser. Erwähnte dieser doch unter anderem „ein paar Verbesserungen im Ortskern“, die die Attraktivität Schwangaus auch künftig erhalten sollen.

Da er außerdem „eine intakte Natur wichtig“ finde, bewertete Helmer auch die kürzlich erfolgte Gründung eines Fördervereins zum Erhalt der Naturlandschaft Ammergebirge als „eine gute Sache“. 

Nachdem die Zweite Vorsitzende Stefanie Duft in Abwesenheit von Kassiererin Maria Steiger die Versammlungsteilnehmer unter anderem über das derzeitige Guthaben des Verkehrsvereins in Kenntnis gesetzt hatte, sprachen die Besucher dem Vorstand die Entlastung aus. 

Bei den anschließenden Neuwahlen behielten alle Amtsträger ihre Posten. Somit bleibt Duft ebenso weiterhin zweite Vorsitzende wie Steiger Kassiererin und Julia Schweiger Schriftführerin. Kassenprüfer für die nächsten drei Jahre sind darüber hinaus nach wie vor Renate Schlamp und Hermann Otto Velle, während Lilo Ambos, Christel Ambos, Conny Schön und Claudia Herkommer weiterhin als Beisitzerinnen fungieren. 

Mehr Kultur

Mit einigen Neuigkeiten wartete hingegen Bürgermeister Rinke auf, der mit Seestaller und Jan Wischnat von der Tourist Information Schwangau zusammen sowohl die Übernachtungsstatistik des Jahres 2016 als auch mehrere Projekte und Aktivitäten vorstellte, die heuer zum großen Teil unter dem Motto „Kultur und Tradition“ stehen.

Seestaller unterstrich, dass die durchschnittliche Aufenthaltsdauer der Gäste in der Gemeinde Schwangau bei 3,5 Tagen liege und 81,9 Prozent aller Übernachtungen von deutschen Touristen getätigt würden. Die meisten von ihnen kommen aus Baden-Württemberg, gefolgt von Bayern und Nordrhein-Westfalen.

Außerdem hob sie hervor, dass Schwangau seit Mitte März das offizielle Signet „Bayern barrierefrei – wir sind dabei!“ tragen dürfe. Darüber hinaus berichtete sie, dass sich die Kommune „seit einem Jahr allergikerfreundliche Kommune“ nennen dürfe. Die entsprechende Zertifizierung hätten demnach „60 Betriebe mit insgesamt 513 Gästebetten“.

Rinke stellte anschließend einige „Kulturhöhepunkte“ vor, mit denen Schwangau in den kommenden Monaten aufwartet. Deshalb steige unter dem Titel „September-Phase 2017“ vom 6. bis zum 30. September ein Kulturfestival anlässlich des 70. Gründungsjubiläums der „Gruppe 47“ am Bannwaldsee. 

Dabei steht die Schriftstellerin Ilse Schneider-Lengyel im Mittelpunkt von Vorträgen und Lesungen sowie einer Ausstellung, einem Symposion und einer Filmvorführung, die größtenteils auf Schloss Bullachberg stattfinden. „Auf unsere Tradition hinweisen“ will die Gemeinde laut Rinke auch mit der Teilnahme an dem Projekt „Das Erbe der Wetzsteinmacher“, das sich der nachhaltigen Aufbereitung des Themas „Wetzsteinmacherei“ in Schwangau, Halblech, Unterammergau, Schwaigen-Grafenaschau und Ohlstadt annehme. 

Online immer wichtiger

Genauso wolle man sich um die „Digitalisierung der ungefähr 80.000 Bilder“ der „Singer-Stiftung“ kümmern, versicherte Rinke. Er unterstrich zudem, dass die geplante Stromversorgung für Sankt Coloman weiter verfolgt werde (der Kreisbote berichtete). Höhepunkte in diesem Jahr seien auch der „Tag des Baumes“ am 25. April sowie die Aktion „Sauberes Schwangau“, die noch bis zum 30. April laufe. 

Der Rathauschef wies außerdem auf eine Feier zum 600-jährigen Jubiläum der Hochzeit von Margarete von Schwangau mit Oswald von Wolkenstein Ende Juli und eine Ausstellung zum Thema „450 Jahre Herrschaft Schwangau“ im Oktober im Schlossbrauhaus hin. 

Schließlich informierte Jan Wischnat von der Tourist Information unter anderem über deutlich gestiegene Zahlen von Besuchern im Internet, Seitenaufrufen und Schwangauer Facebook-Fans und hob die wachsende „Bedeutung von Online-Bewertungen“ von Beherbungsbetrieben durch Gäste hervor.

lex

Auch interessant

Meistgelesen

"Alle sind sehr zufrieden"
"Alle sind sehr zufrieden"
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die Kandidatinnen 101 bis 200
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Das sind die ersten 100 Kandidatinnen
Genussvoll und ambitioniert
Genussvoll und ambitioniert

Kommentare