Experte gibt Tipps zum Umgang mit Schnarchen und dessen Folgen

Mit dem Rucksack ins Bett

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HNO-Arzt Dr. Andreas Gernot Schütz (rechts) erläutert hier typische technische Hilfsmittel, die dazu dienen, die konkreten Ursachen für Atemwegsstörungen aufzuspüren.

Füssen – Jeder braucht seinen gesunden Schlaf. Wer auf dem Rücken schläft, regelmäßig schnarcht und dadurch die Nachtruhe des Partners stört, sollte es einmal in der Seitenlage versuchen – so ein Tipp von Dr. Andreas Gernot Schütz bei seinem Vortrag im Füssener Krankenhaus.

„Mit einem Rucksack oder Tennisball im Rücken“ werde man gezwungen, die das Schnarchen verhindernde Schlafposition einzunehmen – und auch durchzuhalten. Auch viele Frauen schnarchen. Das ist eine Tatsache. Ob aber die Zuhörerinnen zum Vortrag über „schlafbezogene Atmungsstörungen“ aus der Sicht der Hals-Nasen-Ohrenheilkunde (HNO) wegen eigener Probleme oder der ihrer Männer gekommen waren, sei dahingestellt. Wichtig hingegen war, dass sich jede Person im überschaubaren Teilnehmerkreis nach 60 Minuten umfassend aufgeklärt fühlen durfte. 

Der Füssener Facharzt für HNO, der hier als letzter Experte in der diesjährigen Reihe der Patienten-Informations-Abende (PIA) in der Klinik Füssen sprach, konnte sein Publikum, das ihm viele Fragen stellte, mit einer guten Nachricht beruhigen: Das für den Partner so lästige Schnarchen entstehe meist durch eine Verengung der oberen Atemwege und habe „recht häufig nur ganz harmlose Ursachen“. Als gefährlich sei Schnarchen einzuordnen, wenn es im Laufe der Nacht zu ganz kurzen Atemaussetzern komme. „In einem solchen Fall spricht man von einer Schlafapnoe“, so Schütz, der HNO-Belegarzt an der Klinik Füssen ist. 

„Die schwere Form des Schnarchens sollte in jedem Fall ärztlich abgeklärt werden“, betonte er. Symptom sei oft, dass sich der Patient morgens überhaupt nicht erholt, sondern trotz mehrerer Stunden Schlaf todmüde fühle. Übersichtlich listete der in Füssen niedergelassene Facharzt hier alle möglichen Therapien auf – bis hin zu den unterschiedlichen Eingriffen im OP, die er auch selbst vornimmt. Auf einem Info-Tisch im Kasino wurden neben Flyer und Broschüre auch medizintechnische Geräte präsentiert, die der Facharzt einsetzt, um die Schnarch-Ursache zu klären, „Wenn wir dann sicher wissen, woran es genau liegt, können wir dem Patienten gut helfen.“ Bei einer unbehandelten Schlafapnoe dagegen drohen, wie der Referent unterstrich, „schwere Folgeerkrankungen, zum Beispiel Herzinfarkt und Schlaganfall.“

Chris Friedrich

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