Wie die Sitze verteilt sind

Wahlnachlese: Kreistag zählt 22 neue Mitglieder und eine Fraktion mehr

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Von den 60 Kreistagsmitgliedern sind 22 neu.

Landkreis – Am vergangenen Sonntag entschieden die Bürger des Ostallgäus über die Besetzung des Kreistags anhand der größten (und unhandlichsten) Liste, die es in der Wahlkabine auszufüllen galt. Aus zehn verschiedenen Parteien bewarben sich insgesamt mehrere hundert Kandidaten um einen der 60 Sitze im Kreistag Ostallgäu.

An dessen Spitze steht nach wie vor Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), die mit einer absoluten Mehrheit von 55,61 Prozent wiedergewählt wurde. Alles beim Alten also? Keineswegs. Bei der Verteilung der Sitze wartet der Kreistag mit einigen Neuerungen auf.

Denn die bislang großen Fraktionen von CSU und SPD mussten Verluste hinnehmen, während die Grünen ihre Sitze von sieben auf elf aufstocken konnten. Die CSU kommt demnach auf 24 Sitze (2014: 26), die SPD wird auf vier Sitze (2014: sieben) reduziert. Die AfD wird künftig mit drei Sitzen im neuen Kreistag vertreten sein. Die Freien Wähler (FW) verteidigten ihre elf Sitze aus der vergangenen Wahlperiode. Junges Ostallgäu, Bayernpartei und die ÖDP werden jeweils mit zwei Vertretern im neuen Kreistag sein, die FDP mit einem Sitz. Die Linke holt 0,4 Prozent der Stimmen und verfehlt damit den Einzug in den Kreistag 2020.

22 neue Kreisräte

Die Mitglieder des Gremiums werden alle sechs Jahre von den Kreisbürgern gewählt. Der Kreistag als oberste Vertretung der Kreisbürger entscheidet in allen Angelegenheiten des Kreises und überwacht die Verwaltung, insbesondere hinsichtlich der Ausführung seiner Beschlüsse. In der neuen Wahlperiode bis 2026 gehören dem Gremium 22 neue Mitglieder an. Insgesamt 15 Kreisrätinnen stehen dann dort „ihren Mann“, das ist eine weniger als in der noch laufenden Wahlperiode.

Berufsbedingt sind auch viele Bürgermeister unter den Landkreisvertretern, nach der Stichwahl am 29. März in einigen Gemeinden werden es voraussichtlich noch mehr sein. So messen sich beispielsweise in Markt­oberdorf noch Bürgermeister Dr. Wolfgang Hell (CSU) und Herausforderer Michael Eichinger (FW), in Füssen Maximilian Eichstetter (CSU) und Christine Fröhlich (FW) und in Buchloe Robert Pöschl (CSU) und Maximilian Hartleitner (FDP) als Bürgermeisterkandidaten in der jeweilige Stichwahl.

So sind im kommenden Kreistag, der voraussichtlich am 15. Mai konstituiert wird, neun Fraktionen (ehemals acht) vertreten. Keine Fraktion kann allein die Mehrheit stellen. Die meisten Stimmen aus dem Landkreis bekam übrigens (nach der Landrätin, die allerdings kein eigenes Kreistagsmandat innehat) Politprofi und Landtagsabgeordnete Angelika Schorer aus Beckstetten mit 56.961 Stimmen. 

ah

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