Waldbauern im Ammergebirge

Die Dokumentation „Waldbauern im Ammergebirge“ in der Sendereihe „Unter unserem Himmel“ am Sonntag, den 28. 12. 2008, um 19:00 Uhr im Bayerischen Fernsehen führt uns in eine der schönsten Berglandschaften Bayerns.

Das Ammergebirge bei Schwangau und Halblech ist Lebensraum für unzählige Wildtiere und Pflanzenarten. Ausgedehnte Bergwälder ziehen sich bis zur Baumgrenze hinauf. Hier hat die Holzwirtschaft jahrhundertelange Tradition. Geschickt mischt Autor und Regisseur Klaus Röder die Moderne mit geschichtlichen Hintergründen und gibt damit Einblick in die Zusammenhänge der Waldbewirtschaftung und die Entstehung der Waldkörperschaften in Bayern. Von der ursprünglichen, scheinbaren Romantik der Waldarbeit ist nicht mehr viel zu spüren. Früher mussten die Bergbauern die Bäume per Hand fällen und im Winter unter großen Anstrengungen mit Pferde- oder Ochsengespannen aus dem Bergwald ins Tal ziehen. Heute erledigen computergesteuerte Maschinen, sogenannte Prozessoren oder Harvester die Tagesarbeit einer Holzarbeitergruppe in weniger als einer Stunde. Die Waldwirtschaft ist nur noch lukrativ, wenn man mit Maschinen und Langholzzügen in die entlegenen Hochlagen kommt, meint Klaus Linder, Jagdvorsteher und Vorstand der größten Waldkörperschaft Bayerns: Buching-Trauchgau. Doch die Stille im Bergwald fällt der Erschließung zum Opfer. Der Straßenbau stört Natur und Wildtiere. In Schwangau ist Max Häring Vorstand der Waldkörperschaft. Der Lehrer für Mathematik und Physik geht – seit er denken kann – ins Holz und kennt die Interessenskonflikte zwischen Jägern, Förstern und Waldbauern. Die Einen wollen mehr Wild, die Andern mehr Wald. Hochgesteckte Abschusszahlen müssen erfüllt werden. Die Devise heißt Wald vor Wild. Für Berufsjäger im schwer zugänglichen Gebirge ist das Knochenarbeit. Max Härings langjähriger Freund und Kollege Kuno Rinke ist Jagdvorsteher der Gemeinde Schwangau. Auf der Suche nach einem Mittelweg zwischen Schutz und Nutzen des Bergwaldes geht es emotional zu. Es kommt öfters zu Reibereien zwischen den beiden... Doch im Endeffekt haben sie doch das gleiche Ziel, nämlich den Bergwald für die nachkommenden Generationen zu erhalten. Buch u. Regie: Klaus Röder Kamera: Herbert Lehner Kameraassistenz, Ton Stefan Schmidt Schnitt: Barbara Koch Sprecher: Wolf Euba Redaktion: Corbinian Lippl Leitung: Johannes Pechtold Sendung: Sonntag, 28. Dezember, 19:00 Uhr, „Unter unserem Himmel“ im Bayerischen Fernsehen.

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