"Nicht so ganz dramatisch"

Wegen der Corona-Einschränkungen werfen Füssener Parkplätze weniger Ertrag ab

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Aufgrund der Corona-Krise waren die städtischen Parkplätze ab März alles andere als gut besucht. Und das schlägt sich in den Erträgen der Parkierungsanlagen nieder.

Füssen – Zwar weisen die öffentlichen Parkplätze der Stadt Füssen für Januar bis Mai 2020 einen Jahresüberschuss von rund 19.100 Euro aus. Allerdings ist auch hier die Corona-Krise in den Erträgen zu spüren, erklärte Helmut Schauer, Leiter der Stadtwerke Füssen, kürzlich in der Sitzung des Werkausschusses.

„Bisher schaut es nicht ganz so dramatisch aus“, informierte der Werkleiter. Aber: „Es wird sich erst am Ende des Jahres zeigen, was uns die Corona-Krise an Verlusten gebracht hat“, sagte er die Räte. Denn: „Die Zahlen trügen ein wenig.“ Die Corona-Pandemie sorgte dafür, dass die Umsatzerlöse im Vergleich zum Vorjahreszeitraum um 25.600 Euro zurückgegangen sind. Ausstehende Forderungen, für welche Stundungen beantragt wurden, schlagen allein mit 15.000 Euro zu Buche. 

Ab März fuhren aufgrund der Pandemie keine Reisebusse mehr nach Füssen, die gewöhnlich an der Morisse parken, informierte Schauer. Die im Vergleichszeitraum verbuchten Pachteinnahmen aus dem Betrieb der Morisse-Parkplatz seien aufgrund der vertraglich vereinbarten Abschlagszahlungen mit APCOA grundsätzlich immer gleich hoch. Die endgültige Abrechnung erfolge aber erst am Jahresende. 

Gesunkene Fix-Pacht

Ähnlich schaut es beim Parkplatz Achmühle aus. Da aufgrund der Corona-Pandemie auch keine Veranstaltungen im Festspielhaus Füssen stattfinden konnten, blieben diese Parkflächen ebenfalls relativ leer. So umfassen die Buchungen der Erlöse heuer nur die Parkgebühren (APCOA) mit gerundet 21.800 Euro (Vorjahr 17.200 Euro). „Ein Ertrag aus dem Parkplatznutzungsrecht laut Interimsvereinbarung mit dem Festspielhaus kann diesjährig auf Grund der Corona-Krise bisher nicht verzeichnet werden“, heißt es dazu in den Sitzungsunterlagen. Im ersten Halbjahr 2019 waren das noch 18.000 Euro. 

Für die Tiefgarage Sparkasse verzeichnen die Stadtwerke zwar feste Jahres-Pachteinnahmen in Höhe von rund 113.000 Euro. Darüber hinaus ergibt sich eine vertraglich geregelte Umsatzbeteiligung am Ende des Wirtschaftsjahres. Die Pachteinnahmen liegen jedoch deutlich unter denen des Vorjahres. Damals erhielten die Stadtwerke noch rund 133.000 Euro. Diese Minderung der Fix-Pacht liegt nach Angaben der Stadtverwaltung an der freigewordenen Mietfläche im Einkaufszentrum Theresienhof. 

Nach der Insolvenz des Bekleidungsgeschäfts „Miller & Monroe“, dem Nachfolger der Schweizer Bekleidungskette Charles Vögele, vor über einem Jahr stehen die entsprechenden Flächen im Füssener Einkaufszentrum leer. Laut Pachtvertrag reduziert sich die Fix-Pacht, wenn einer der Ankermieter, neben Rewe, Rossmann eben auch Charles Vögele bzw. Miller & Monroe, für eine Dauer von mindestens sechs Monaten seine jeweilige Mietfläche nicht betreibt. 

Aufwendungen sinken

Im Gegensatz dazu sanken die Aufwendungen nur geringfügig im Vergleich zum ersten Halbjahr 2019. So mussten die Stadtwerke beim Materialaufwand für den Unterhalt der Parkplätze 800 Euro weniger ausgeben als im Vorjahr (30.600 Euro statt 31.400 Euro). Die sonstigen betrieblichen Aufwendungen liegen mit 2700 Euro im gleichen Rahmen wie 2019 (2800 Euro) und beinhalten Aufwendungen für Versicherungen und Rechts- und Beratungskosten. Daneben fallen die Zinsen mit rund 30.000 Euro um 3400 Euro geringer aus als im Vorjahr.

kk

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