Firmen können sich noch bis 19. Dezember anmelden

"WIR in Füssen" steht auf der Kippe

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Bislang war die "WIR in Füssen" eine Erfolgsgeschichte. Doch die nächste für Mai 2019 geplante Auflage steht auf der Kippe - aus einem kuriosen Grund: Den Unternehmen geht es zu gut.

Füssen – Die „WIR in Füssen“ ist für heimische Betriebe die Gelegenheiten sich vor Ort zu präsentieren. Alle zwei Jahre veranstaltet der BdS Füssen deshalb die Regionalmesse.  Doch ob die Messe im Mai 2019 auch wirklich stattfindet, steht derzeit in den Sternen.

Denn bislang haben sich noch nicht genug Firmen angemeldet, erklärt der BdS-Vorsitzende Andreas Ullrich. „Daher steht die Kostendeckung auf der Kippe.“ An den Ständen der kleinen und großen Firmen der Region vorbeischauen und sich von dem bunten Rahmenprogramm unterhalten lassen, das ist seit 2005 alle zwei Jahre bei der „WIR in Füssen” möglich. Zuletzt präsentierten hier 110 Aussteller ihr Können. 

Doch von dieser Zahl ist der BdS derzeit noch weit entfernt. Für die Regionalmesse 2019, die am 25. und 26. Mai stattfinden soll, haben sich bisher nur 34 Firmen angemeldet, erklärt Ullrich auf Nachfrage des Kreisbote. Der BdS braucht aber mindestens doppelt so viele, um die Messe stemmen zu können. Der Grund für das geringe Interesse: Die Auftragsbücher vieler Firmen sind voll. „Das Bauhaupt- und Nebengewerbe erlebt seit Jahren einen ordentlichen Boom“, sagt Ullrich.

Gleichzeitig haben viele Unternehmen mit einem wachsenden Mitarbeitermangel zu kämpfen. Da erscheint es wenig sinnvoll, auf einer Messe neue Kundschaft an Land zu ziehen. Für den BdS Füssen wiederum macht es wenig Sinn die vielen freien Plätze mit Aussteller von außerhalb zu besetzen. „Die WIR in Füssen soll – so der Beschluss des ORGA-Gremiums – eine Regionalmesse mit Schwerpunkt heimischer Betriebe bleiben. “

Um doch noch ein paar Firmen zu gewinnen, sei der BdS derzeit dabei die Aussteller der vergangenen Jahre abzutelefonieren. Bis 19. Dezember können sich Interessierte noch anmelden. Dann will der BdS entscheiden, ob die Messe stattfindet oder nicht. Ist letzteres der Fall, wäre Ullrich „alles andere als glücklich darüber mit einer Tradition zu brechen, die seit 2005 besteht“, wie er erklärt. Auf der anderen Seite sei die Organisation aber auch viel Arbeit.

 „Wir tun das alle gern für unsere Region...nur wenn der Zuspruch nicht da ist, müssen wir nicht unbedingt“, so Ullrich. „Dann machen wir einfach eine Pause und schauen in zwei Jahren nochmals, ob dann mehr Interesse da ist.” Anmelden können sich Interessierte im Internet unter www.wirinfuessen.de.

Katharina Knoll

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