Tourismusverein fordert Konzept für die Ortsmitte

Dramatische Töne

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Wünscht sich ein Mandat zur Planung der künftigen Gestaltung des Geländes rund um das Strandbad: Der erste Vorsitzende des Tourismusvereins Weißensee, Ralph Söhnen.

Weißensee – Vorsitzende des Tourismusvereins Weißensee, Ralph Söhnen, wählte fast dramatische Worte, als er bei der jüngsten Jahreshauptversammlung im Hotel „Bergruh“ ein Thema ansprach, das ihm schon seit Jahren unter den Nägeln zu brennen scheint.

„Ich habe Angst um den Ortsteil Weißensee“, betonte er daher vor allem an die Adresse des anwesenden Zweiten Bürgermeisters Niko Schulte (CSU). Er wünsche sich, dass er „ein Mandat“ für die Planung der künftigen Gestaltung des Geländes rund um das Strandbad erhalte.

Unterstützung erhielt er von Stefan Fredlmeier, Chef von Füssen Tourismus und Marketing (FTM). Auch Fredlmeier hält das Bad für „die Mitte“ des Füssener Ortsteils, deren zukünftige Ausgestaltung und Erscheinungsbild „auf die politische Agenda gesetzt werden“ müsse. Der FTM-Chef hat immerhin Großes vor mit Weißensee, das er als „Kompetenzpunkt für das Thema Bewegung“ im Rahmen des Masterplans Kneipp ansieht. Diesen will FTM, wie mehrfach berichtet, in näherer Zukunft in der Lechstadt in die Tat umzusetzen.

Ziel von FTM sei es demnach, für Füssen das Prädikat „Kneipp-Kurort“ zu erhalten, wobei „jeder Ortsteil mit einbezogen“ sein solle. Das sei grundsätzlich eine Chance für den Luftkurort Weißensee, dessen Attraktivität Fredlmeier außerdem in Bezug auf das Thema „Winterwandern“ steigern wolle, mit dem man ebenfalls den Punkt „Bewegung“ unterstreichen möchte. Darüber hinaus teilte der Füssener Tourismuschef den etwa 40 Versammlungsbesuchern mit, dass FTM Weißensee im Zuge des Masterplans „ein neues Kneippbecken“ einzurichten beabsichtige.

Große Bedeutung

 Als „Bindeglied“ zwischen Bad Faulenbach und Weißensee sowie als Beispiel für die „unglaubliche Wichtigkeit“ des Tourismusvereins hob er schließlich den heuer eröffneten Vogellehrpfad rund um den Alatsee lobend hervor. „Das Thema Kneipp mit Füssen Tourismus und Marketing vorantreiben“, bezeichnete auch Vorsitzender Söhnen als ein Hauptziel des Tourismusvereins Weißensee. Darüber hinaus mahnte der Vorsitzende an, dass man eine Idee dafür brauche, was in Zukunft mit dem Strandbad geschehen soll, bei dem der Pachtvertrag mit der Stadt Füssen 2016 ausläuft. Deswegen betonte er: „Uns rennt die Zeit davon.“

Fehlender Glaube

So mag sich der Vorsitzende des Tourismusvereins insgeheim vielleicht doch gefreut haben, als Zweiter Bürgermeister Schulte versprach, ihm „noch für heuer einen Termin beim Bürgermeister“ zu besorgen. Wünscht sich Söhnen doch von Rathauschef Paul Iacob (SPD), dass dieser ihm das Einverständnis dafür gibt, „dort etwas planen zu können“. Dennoch gab er an Schulte gewandt zu: „Ich höre deine Worte, allein mir fehlt der Glaube.“ Womit Söhnen in dasselbe Horn wie Stadtrat Gabriel Guggemos (Füssen-Land) stieß, der mit Blick auf die Entwicklung einer Ortsteilmitte in Weißensee bestätigte: „Wir kommen nicht weiter.“

lex

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