Weißtanne statt Fichte?

Mit einer Diskussionsrunde sowie einer Exkursion in den Bergwald am Walderlebniszentrum in der Ziegelwies wurden die bisher gewonnenen Ergebnisse des Projektes WINALP – Wald-informationssystem Nord-alpen – jetzt vorgestellt. Die Erkenntnisse dienen unter anderem dazu, die Waldbauern zu beraten, wie der Wald, vor allem der Bergwald den klimatischen Veränderungen angepasst werden kann. Wichtige Erkenntnis auch, die Wildbestände müssen drastisch reduziert werden.

Das Projekt WINALP ist eine Kooperation zwischen dem Land Salzburg, Nordtirol und Bayern und hat den Schutz der Bergwälder entlang der Grenze zwischen den beiden Staaten zum Ziel. Dazu Kooperieren die Fakultät für Wald- und Forstwirtschaft der TU München – Weihenstephan-Triesdorf und das Amt für Forsten der Tiroler Landesregierung zusammen. Dafür auch fließen EU-Gelder, die unter anderem für eine Inventur des Bergwaldes in den beiden Ländern genutzt werden. Anhand dieser Daten, so stellte Professor Dr. Jörg Ewald von der TU Weihenstephan das Projekt vor, werden digitale Karten erstellt, die den Forstbehörden auf beiden Seiten zur Verfügung gestellt werden. So soll ein Förster anhand der Auswertungen beraten können und etwa dem Forstwirt konkrete Vorschläge für die Waldnutzung unterbreiten. Schon jetzt zeichnet sich ab, dass etwa der Brot- und Schutzbaum der Forste auf bayerischer Seite, die Fichte, Verlierer des Klimawandels sein wird. Für sie muss Ersatz gesucht werden, den Professor Ewald in Form der Weißtanne sieht, wie in der Diskussionsrunde deutlich wurde. Zuvor waren die Teilnehmer , unter anderem Forstvertreter und des Naturschutzes durch den Bergwalkd gewandert, wo Ewald mit seinem Kollegen der österreichischen Bundesforste, Markus Wallner in die Problematik der Berg- und Schutzwälder einführte. In der Diskussion dann kamen auch die Vertreter der Staatskanzlei und der EU-Vertretung in München zu Wort die jeweils an dem Projekt finanziell beteiligt sind. Dem Wald eine Chance Ergebnisse der Studie sind eben neben dem Informtionssystem mit digitalen Karten ein Handbuch für den Förster sowie Szenarien, wie man in der Forstpraxis den Wald an die veränderten klimatischen Bedingungen anpassen kann. Grundlage dazu ist unter anderem auch eine drastische Reduzierung der Wildbestände, so der Experte aus Weihenstephan, um den neuen Wald eine Chance zu geben. Die Ergebnisse fließen unter anderem auch in das Klimaprogramm Bayern 2020 mit ein.

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