Mehr EU-Geld für den Kreis

Weitere Projekte im Ostallgäu bekommen LEADER-Förderung

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Drei weitere Projekte im Landkreis sollen künftig durch das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt werden.

Landkreis – Drei weitere Projekte im Landkreis sollen künftig durch das EU-Förderprogramm LEADER unterstützt werden. Das hat kürzlich das Entscheidungsgremium der Lokalen Aktionsgruppe (LAG) „bergaufland Ostallgäu e. V.“ beschlossen.

Bei den Vorhaben handelt es sich um „Schlachtung mit Achtung“, „Demokratie Heute und Morgen: DenkStätte 'Am Bichtholzer Bach' Obergünzburg“ und „Unterstützung Bürgerengagement“.

„Von diesen besonderen Projekten profitieren vor allem interessierte Landwirte, Schüler, Vereine und Verbände sowie die Bürger im Ostallgäu“, sagte Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU), Vorsitzende des Vereins. Zuvor waren die Mitgliedern des Entscheidungsgremiums in ihrer zehnten Sitzung über die drei genannten Projekte informiert worden.

Das Kooperationsprojekt „Schlachtung mit Achtung“ wird in Kooperation mit der LAG Kneippland Unterallgäu e. V. organisiert und ist aus der Öko-Modellregion Ostallgäu heraus entstanden. Mit einer mobilen Einheit können hier künftig Rinder regional und tiergerecht geschlachtet werden.

Bei dem Projekt „Demokratie Heute und Morgen: DenkStätte 'Am Bichtholzer Bach“ Obergünzburg' ist ein historischer Erinnerungsort und die dauerhafte Erinnerung an die Entwicklung und die Struktur der nationalsozialistischen Herrschaft in Obergünzburg geplant. Das Projekt „Unterstützung Bürgerengagement“ wird von der LAG selbst mit dem Ziel organisiert, das Bürgerengagement im Kreis Ostallgäu zu unterstützen und zu stärken. Hier können lokale Akteure wieder einzelne Maßnahmen einreichen, die dann finanziell unterstützt werden.

Diesen drei Projekten stehen nun insgesamt rund 75.000 Euro an EU-Fördermitteln zur Verfügung.

„Ich freue mich sehr, über die weiteren Vorhaben, die die regionale Wertschöpfung, die politische Bildung sowie das Ehrenamt im Ostallgäu stärken“, so Landrätin Zinnecker.

„Die Förderung des ländlichen Raumes ist jetzt wichtiger denn je“, betonte Dr. Alois Kling, Leiter des AELF Kempten. Durch eine entsprechende Anpassung der Förderrichtlinie werde die Laufzeit des LEADER-Programms verlängert und die Mittel teilweise aufgestockt, so dass auch über das Jahr 2020 hinaus neue Projekte beantragt und gefördert werden können.

Innovative oder modellhafte Projekte, die den Entwicklungs- und Handlungszielen der Lokalen Entwicklungsstrategie (LES) und den Förderbestimmungen von LEADER entsprechen, können weiterhin umgesetzt und gefördert werden. Für die Umsetzung der LES stehen dem Verein noch Fördermittel für Einzel- und Kooperationsprojekte von der Europäischen Union und dem Freistaat Bayern zur Verfügung. Entsprechende Projektideen sollten so bald als möglich eingereicht werden.

Weitere Informationen dazu gibt es im Internet unterwww.bergaufland-ostallgaeu.de zu finden. Bei Fragen steht die Geschäftsstelle des „bergaufland Ostallgäu e. V.“ unter info@bergaufland-ostallgaeu.de zur Verfügung. Die Abwicklung der Projekte erfolgt über das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) in Kempten. Die Fördersätze für die Projekte betragen in der Regel zwischen 30 und 70 Prozent.

kb

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