Weiterer Höhepunkt

Das weltweite Touristenziel des gesamten Areals von Schloss Neuschwanstein ist seit kurzem sozusagen um eine weitere Attraktion reicher. So wurde dort neulich im Beisein zahlreicher Besucher sowie mehr oder weniger prominenter Gäste aus der Politik der neu gestaltete, sogenannte Zimmermannsplatz vom Staatssekretär des bayerischen Finanzministeriums, Franz-Josef Pschierer, mit den Worten eingeweiht: „Glück auf dieser reizvollen Landschaft!“

Nach einem kleinen Ständchen von Schwangauer Alphornbläsern begrüßte zunächst der Präsident der bayerischen Verwaltung für Schlösser, Gärten und Seen, Johannes Erichsen, die Schaulustigen zu „diesem ungewöhnlichen Termin.“ Man feiere dabei nämlich „ein Bauvorhaben, aber es zieht keiner ein.“ Anschließend übergab Erichsen Pschierer das Wort, der in der Folge zuerst einmal daran erinnerte, „wem wir das alles hier zu verdanken haben.“ Daher erklärte er, dass sowohl Kronprinz Maximilian II. als auch sein Sohn König Ludwig II. diese Stelle geliebt hätten, wo der Zimmermannsplatz später aufgrund der „einzigartigen Lage des Schlosses“ sowie seines damit verbundenen, komplizierten Baues eigens angelegt worden sei. Und während „auf diesem Platz bis vor neun Jahren“ der Kartenverkauf für die Schlossbesichtigung von Neuschwanstein abgewickelt worden sei, sei „der Platz für die Besucher vorher eher unangenehm“ gewesen. Weshalb es nahe gelegen habe, „diesen Platz für eine Verbesserung der Besucherinfrastruktur zu nutzen.“ Demnach solle der Zimmermannsplatz „dem Besucher heute nun die Möglichkeit bieten, hier in Ruhe vor oder auch nach der Besichtigung zu verweilen.“ Schließlich sei dieser Platz „gerade aufgrund der einmaligen Lage mit den Blickachsen auf das Schloss, in die spektakuläre Pöllatschlucht mit ihren wild zerklüfteten Flanken, hinüber Richtung Marienbrücke und über das weite malerische Voralpenland … als Ruhezone geeignet wie kaum ein anderer.“ So wurde dort „eine Warte- und Aufenthaltszone“ geschaffen, mit einer in die Pöllatschlucht hinausragenden Aussichtsplattform sowie einem Unterstandsgebäude und Sitzmöglichkeiten. Für die Besucher biete sich „daher ein spektakulärer Blick hinab in die Schlucht.“ Die laut Pschierers Auskunft 240 000 Euro teure Baumaßnahme bezeichnete der Staatssekretär als „sinnvoll angelegtes Geld“ und, so betonte er schließlich: „Zimmermannsplatz und Aussichtsplattform werden ein Höhepunkt für jeden Schlossbesucher sein.“

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