Trotz Tempo 30 mehr Unfälle

Die Tempo-30-Schilder bleiben noch ein Jahr auf Probe hier in der Welfenstraße stehen. Foto: Archiv

Füssen – Vor einem Jahr hat der Verkehrsausschuss in der Welfenstraße zur Probe die Höchstgeschwindigkeit auf 30 km/h reduziert. In der Zeit sind aber 75 Prozent mehr Unfälle passiert, erklärte Polizist Thomas Meiler jetzt im Verkehrsausschuss. Dennoch soll die Probezeit verlängert werden.  

Vor einem Jahr hat der Verkehrsausschuss dem Verein Füssen West den Wunsch erfüllt, hier die Geschwindigkeit auf 30 km/h zu begrenzen. „Bitte weiter so“, sagte jetzt der Verein laut Bürgermeister Paul Iacob. Auch die Anwohner wünschten sich das, so Manfred Schweinberg von der Stadtverwaltung. Andererseits gebe es auch Kritik. 

Auf der Polizeidienststelle sei die Geschwindigkeitsbegrenzung auch kontrovers diskutiert worden, so Meiler. Und jetzt, da er die Unfallzahlen abgefragt habe, könne er nicht „bedenkenlos zustimmen“, die dauerhaft einzurichten. Während ein Jahr zuvor in der Welfenstraße 14 Unfälle passiert sind, kam es in der Probezeit zu 23 Unfällen. Das seien vor allem „Spiegelklatscher“ gewesen, verletzt wurde bei den Unfällen keiner. Im Probejahr seien die meisten Verkehrsteilnehmer zwischen 35 und 40 km/h gefahren. Im Jahr davor waren die meisten gerade mal fünf km/h schneller unterwegs. Da lagen die durchschnittlichen Geschwindigkeiten zwischen 40 bis 45 km/h. 

Deshalb habe die Begrenzung insgesamt „keinen ausreichenden Erfolg“ erzielt, so Meiler. Dennoch sprach er sich dafür aus, die Probezeit um ein Jahr zu verlängern, um zu schauen, ob es sich dabei um einen Ausreißer handelt. kk

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