"Das ist ein Teamsieg"

Pfrontens Kämmerin Antretter legt einen glänzenden Haushalt vor

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Die Gemeinde Pfronten hat seit 1995 über zehn Millionen Euro Schulden abgebaut.

Pfronten – Über zwei Millionen Euro hat die Gemeinde Pfronten in diesem Jahr quasi zur freien Verfügung. Doch das war nicht die einzige positive Nachricht von Kämmerin Brigitte Antretter an den Gemeinderat.

Das Gesamt-Haushaltsvolumen ist seit dem Jahre 2000 von 19,5 auf heuer 32,4 Millionen Euro angestiegen, berichtete die Kämmerin den Gemeinderäten. Der Verwaltungshaushalt beträgt dabei 23 Millionen Euro und 9,2 Millionen Euro entfallen auf den Vermögenshaushalt.

Trotz einer sehr hohen Kreisumlage von fast 5,2 Millionen Euro ist eine freie Finanzspanne von mehr als zwei Millionen Euro vorhanden, so die Kämmerin weiter. Das sei mehr als positiv. Die Fremdfinanzierungsquote betrage darüber hinaus lediglich 5,5 Prozent. 

Den größten Teil der Investitionen könne die Kommune durch eine solide Finanzplanung und hoher Investitionsbereitschaft selbst bewerkstelligen. „Wir haben die niedrigste pro Kopf-Verschuldung seit 35 Jahren und sind momentan bei 939 Euro pro Bürger“, sagte Antretter weiter. Das seit enorm im Vergleich zu anderen Kommunen Bayerns. „Wir konnten in 2017 außerdem wieder mehr als 900.000 Euro Altschulden abbauen.“ Sogar ein Überschuss in Höhe von 2,6 Millionen Euro aus 2017 kann in den Haushalt 2018 mitgenommen werden. 

Es wird im Jahre 2018 keine Streichungen, Kürzungen oder Mehrbelastungen geben, kündigte Antretter an. Investieren will und muss die 13-Dörfer-Gemeinde heuer vor allem in die Sanierung der Mittelschule, die Sanierung des Hallenbades/Freibades, die Skilifte am Breitenberg, die Infrastruktur in Pfronten (der Kreisbote berichtete) sowie in Fremdenverkehr und Tourismus. 

Zufriedene Fraktionen

Die Fraktionen im Gemeinderat schlossen sich der Einschätzung der Kämmerin in der anschließenden Aussprache weitgehend an und lobten den vorgelegten Haushalt 2018. „Wir haben eine gesunde Basis. Man kann stolz auf Pfronten sein“, sagte Fritz Brunhuber für die CSU-Fraktion. „Es sind aber weitere Investitionen unumgänglich“, mahnte er.

Sebastian Nöß von der „Pfrontener Liste“ meinte: Die freiwilligen Leistungen an die Vereine könnten angesichts der guten finanziellen Situation Pfrontens problemlos erhöht werden. „Wir brauchen unsere Ehrenamtsträger und unsere Vereine!“, appellierte er. 

Für „Aktiv für Pfronten“ dankte Axel Bertle allen am guten Haushalt Beteiligten. „Das ist ein Teamsieg“, sagte er. „Da hat jeder daran Anteil.“ 

Heinz Heer von den Freien Wähler mahnte, dass es trotz der guten Zahlen noch viel zu tun gebe. „Aber in Pfronten macht das Miteinander Spaß!“. Der Umgangston habe sich im Vergleich zu 2017 enorm verbessert, so Heer weiter.

Eva Zazarettas Lob galt namens der SPD vor allem der Kämmerin. „Große Stabilität ist in Pfronten gegeben“, stellte sie fest. „Mit Brigitte Antretter haben wir im Bereich Finanzen eine überaus kompetente und zuverlässige Kämmerin gefunden“, freute sie sich.

rf

Symbolfoto: Uwe Schlick/pixelio.de

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