Die Rinder kehren beim Buchinger Viehscheid ins Tal zurück

Unfallfreier Alpsommer geht zu Ende

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Prächtig geschmückte Kranzrinder und ihre stolzen Besitzer gibt es am Montagvormittag beim traditionellen Viehscheid in Buching zu bewundern.

Buching – „S’hats do“, ist Martin Ott zufrieden. Der Sommer auf den Buchinger Almweiden war unfallfrei, jetzt kamen die ersten Rinder zurück aus der Sommerfrische. Weit weniger zufrieden sind die Bauern allerdings mit den Preisen, die sie für ihre Tiere erzielen.

Kaum sind die Klänge der Musikkapelle verklungen, hört man schon die Hauptdarsteller, deretwegen die Schaulustigen am Montagvormittag bei Nieselregen und eher unterkühlten Temperaturen ausharren: 32 Rindviecher, die von den Buchinger und Halblecher Almen zurück ins Tal kommen.

Mit 150 eigenen Tieren waren die Alphirten in die Berge gezogen, das Gros steht noch die nächsten drei Wochen auf den diversen Alpen, außer der Schnee kommt schon früher in die Berge. Dass andernorts, vor allem im Oberallgäu die Tiere Mitte September schon ins Tal Kommen, liegt daran, dass man dort auch fremde Kühe auftreibt.

Bereits am Samstag begann dafür der Herbstmarkt. Was das Zentrallandwirtschaftsfest für München ist der Herbstmarkt für Buching. Neben dem Festzelt, dass bei dem regnerischen Wetter natürlich besonders frequentiert war, hatten die Fieranten ihre Stände aufgebaut und boten allerhand Zubehör rund um Pferd und Kuh sowie Haushalt und Garten an. Auf der anderen Seite waren die Landwirte angesprochen, war moderne Technik für Feld, Wald und Wiese zu sehen.

Viehscheid in Buching

Am Montag drehte sich alles um die Kühe, die zumeist gerade gekalbt haben und verkauft werden. Doch, wo sich sonst zahlreiche Aufkäufer drängen und hektische Verhandlungen geführt werden, waren diesmal nur ein oder zwei Viehhändler gekommen. Und statt emsiger Verkaufsgespräche heißt es mehr oder weniger nur: „Nimm’s, oder lass es!“

Ein Problem, weiß Alpmeister Martin Ott: Die aktuelle Situation schlägt sich auf die Preise nieder. „Es gibt zu viele Tiere“, so Ott. Dazu komme der Milchpreis und das Russlandembargo, das den Milchbauern arg zu schaffen mache. Doch genauso, wie auf den Regen irgendwann wieder die Sonne folgen wird, werden die Bauern weitermachen und nächstes Jahr wieder auftreiben. Zumindest, solange es noch geht.

Oliver Sommer

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