Gemeinderat verabschiedet 28-Millionen-Paket

Solide Finanzen

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Über sieben Millionen Euro will die Gemeinde Pfronten heuer investieren.

Pfronten – Keine Risiken, dafür ein solides Finanzpolster. So lässt sich der Haushalt 2017 der 13-Dörfer-Gemeinde zusammen fassen, den Kämmerin Brigitte Antretter vergangene Woche dem Pfrontener Gemeinderat vorstellte.

Lediglich Josef Steiner (Pfrotner Liste) stimmte gegen Haushalt und Finanzplan. Trotz weniger Einnahmen bei der Gewerbesteuer habe die Gemeinde noch immer einen sicheren Haushalt, so die Kämmerin. Den plötzlichen Wegfall der Gewerbesteuer eines großen Unternehmens in Höhe von 700.000 Euro könne im Voraus nicht eingeplant werden, erklärte Antretter.

Die Gemeinde sei hier vor vollendete Tatsachen gestellt worden – genau wie alle anderen Bürger Pfrontens auch. Die Kommune müsse allerdings für die geringeren Einnahmen bei der Gewerbesteuer einen Ausgleich, sei es im Tourismus oder durch andere Maßnahmen, finden, kündigte Antretter an.

Millionen-Überschuss 

Zum Gesamthaushaltsvolumen von rund 28,2 Millionen Euro gehören auch über vier Millionen Euro Haushaltsreste aus dem vergangenen Jahr.

Dadurch ergebe sich eine stabile Situation, so Antretter. 

Der Gesamthaushalt setzt sich wie folgt zusammen: Der Verwaltungshaushalt hat ein Volumen von rund 20,1 Millionen Euro. Das sind 144.000 weniger als im Vorjahr. Im Vermögenshaushalt sind knapp 8,1 Millionen Euro enthalten. Zu den größten Ausgaben im Verwaltungshaushalt zählen die Umlagen an Kreis,Schulverband sowie Abwasserverband Vils in Höhe von insgesamt 6,4 Millionen Euro. 

Die Personalkosten belaufen sich auf etwa 4,3 Millionen Euro. Die Kinderbetreuungseinrichtungen kosten die Gemeinde 1,7 Millionen Euro. Gerade bei der Jugend- und Kinderbetreuunung wäre es falsch, Einsparungen vornehmen zu wollen, betonte die Kämmerin. Für Investitionen sind rund 7,3 Millionen Euro eingeplant. Davon unter anderem sind 1,3 für den Ausbau des Skizentrums vorgesehen, 1,8 Millionen Euro für den Straßenbau sowie weitere knapp 1,3 Millionen für den Kanalbau. 

Niedrige Verschuldung

 „Wir haben erfreulicherweise momentan einen Haushalt ohne Risiken mit ausreichendem Polster“, so Antretter abschließend. Die Pro-Kopf-Verschuldung der Pfrontener Bürger liegt übrigens bei 1072 Euro. Die Stellungnahmen der einzelnen Fraktionen zum Haushalt fielen daher fast einstimmig positiv aus. „Es ist schön zu sehen, dass sich Pfronten auf einem guten und sicheren Weg befindet“, sagte Dr. Otto Randel (Pfrotner Liste). „Die Sicherheit im Haushalt ist gegeben. Jetzt kann auch vorsichtig über zukünftige Investitionen nachgedacht werden“, erklärte er. 

Der Umbau des Skizentrums werde dringend benötigt. „Trotz super Zahlen darf es in Pfronten keinen Stillstand geben, denn Stillstand bedeutet Rückschritt!“ Als Beispiele für weitere geplante Investitionen nannte Randel die Sanierung der Mittelschule für etwa zwei Millionen Euro. „Das ist ein großer Brocken,aber unbedingt notwendig“, so Randel. Auch sollte das alte Bahnhofsgelände, das sich jetzt im Besitzt der Gemeinde befindet, umgestaltet werden. 

Ebenso stehe ein neuer Radweg nach Eisenberg an. „Das sind alles Investitionen, die gut geplant und überdacht sein wollen“,so Randel. Josef Scholz von der CSU sagte: „Wir sind eine leistungsstarke Gemeinde, die Dank überlegter und zurückhaltender Finanzplanung heute super dasteht.Pfronten wird seinen Weg gehen, auch im Tourismus!“ Weitgehend einig war sich das Gremium auch darin, dass jetzt genau geplant werden müsse und man sich keine Fehler erlauben dürfe.

rf

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