Bilanz der Polizei: Weniger Straftaten, mehr Unfälle im Ostallgäu

Das Ostallgäu wird sicherer

Polizist legt Mann Handschellen an
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Weniger Straftaten als im Jahr 2018 registrierte die Polizei im vergangenen Jahr im Kreis Ostallgäu.

Landkreis – „Die Menschen im Ostallgäu leben nach wie vor sehr sicher“, lautet das Fazit von Landrätin Maria Rita Zinnecker (CSU) aus dem jährlichen Sicherheitsgespräch mit Vertretern der Polizei. Das Ergebnis der Runde: die Anzahl der Straftaten im Landkreis sank im vergangenen Jahr deutlich.

Anwesend waren beim Sicherheitsgespräch neben Landrätin Zinnecker Michael Keck, Leiter des Sachgebiets E2-Ordnungs- und Schutzaufgaben, Verkehr beim Polizeipräsidium Schwaben Süd/West in Kempten, die zuständigen Dienststellenleiter der Polizei sowie die im Landratsamt für die Öffentliche Sicherheit Verantwortlichen.

Laut Keck nahm die Kriminalitätsrate im gesamten Präsidiumsbereich im Vergleich zum Vorjahr ab: im Landkreis Ostallgäu ist die Häufigkeitsziffer (Straftaten pro 100.000 Einwohner) um 17,1 Prozent auf 2836 gesunken (Jahr 2018: 3426). Im Bereich des Polizeipräsidiums Schwaben Süd/West hat demnach nur das Oberallgäu eine noch niedrigere Häufigkeitsziffer.

Problematisch ist laut Keck derzeit besonders der sogenannte Call-Center-Betrug (der Kreisbote berichtete mehrfach). Dabei geben sich Anrufer beispielsweise als Polizeibeamte oder Bankmitarbeiter aus und rufen, ähnlich wie beim Enkeltrick, bei älteren Menschen an, um bei diesen den Eindruck zu erwecken, deren Vermögen sei in Gefahr.

Ein Schwerpunktthema bei der Kriminalitätsbekämpfung in den vergangenen Jahren waren laut Keck dagegen die Wohnungseinbrüche. In diesem Bereich starteten zahlreiche Präventionskampagnen, die ebenfalls dazu beitrugen, dass die Zahlen sanken. Im Jahr 2020 deutet sich, auch aufgrund der Corona-Pandemie, das niedrigste Fallaufkommen der vergangenen acht Jahre an.

Bei der Verkehrsstatistik des Landkreises ist dagegen ein Anstieg der Verkehrsunfallzahlen auf 4182 (2018: 3867) zu verzeichnen. Auffallend sei die Zunahme der Unfälle mit Pedelec-Radfahrern. Bei einem Viertel der Verkehrsunfälle handelt es sich um Wildunfälle.

kb

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