Weniger Verletzte, weniger Tote

Annähernd so viele Verkehrsunfälle wie im Jahr 2009 hat die Polizei im Altlandkreis Füssen im vergangenen Jahr registriert, allerdings gab es insgesamt weniger Verletzte und Tote. Das berichtet der Leiter der PI Füssen, Erster Polizeihauptkommissar Günther Stadler. Während die Zahl der Unfälle nur um 3,3 Prozent von 1100 auf 1063 gesunken ist, wurden mit 199 statt 244 deutlich weniger Menschen verletzt. Besondere Unfallschwerpunkte gebe es nicht.

Ein 29-jähriger Autofahrer, der zwischen Füssen und Hopferau frontal mit einem Auto zusammenstieß sowie ein 88-jähriger Mann, der am Steuer seines Autos mit einem Kleinlaster kollidierte, waren die beiden einzigen Verkehrstoten des vergangenen Jahres. Fünf Personen waren noch 2009 auf den Straßen in und um Füssen gestorben. Ebenso sank nicht nur die Zahl der Verletzten auf 199, auch die Zahl der Unfälle mit verletzten Personen war rückläufig. Sie sank von 188 auf 148. Noch stärker ging die Zahl der Unfälle unter Alkoholeinfluss zurück. Waren 2009 21 Unfallverursacher betrunken, waren es im vergangenen Jahr nur neun. „Durch verstärkte Anstrengungen und vermehrte Kontrollen erreichten wir einen merklichen Rückgang der VU (Verkehrsunfälle, Anm.) unter Einfluss von Alkohol“, lobt Stadler die Arbeit seiner Beamten. Hohe Aufklärungsquote Einen Wermutstropfen hat die Statistik dennoch: Gab es im Jahr 2009 keinen einzigen Schulwegunfall, wurde 2010 ein 13-jähriger Bub leicht verletzt, als er mit seinem Rad einen weiteren Radfahrer rammte. Beide trugen jedoch einen Helm, der jeweils Schlimmeres verhinderte. Auch das Jahr 2011 zählt bereits einen Unfall auf dem Schulweg: Kürzlich wurde ein Bub an der Kreuzung vor dem Füssener Kino von einem Auto erfasst und zog sich eine Prellung zu. Wer ein fremdes Auto schrammt, ohne sich um den Schaden zu kümmern oder auf andere Art eine Unfallflucht begeht, der lebt weiterhin riskant. Knapp die Hälfte aller Unfallfluchten im vergangenen Jahr hat die Polizei aufgeklärt. Mit 85 blieb die Zahl der gelösten Fälle annähernd gleich, mit 179 gegenüber 215 im Vorjahr gab es jedoch weniger Fälle zu bearbeiten. „Wie in jedem Jahr gilt unser Dank an dieser Stelle den aufmerksamen Zeugen, die aus eigenem Antrieb oder auch nach Aufruf in den Medien unseren Beamten wertvolle Hinweise gaben“, bedankt sich Stadler bei der Bevölkerung. Viele Raser erwischt Da zu schnelles Fahren weiterhin eine Hauptursache von Unfällen sei, setzt die Polizei auch weiter auf Radarkontrollen. Die Bilanz aus 2010: Rund 500 Fahrer wurden ertappt und verwarnt, 25 mussten deswegen ihren Lappen abgeben. 287 entkamen ohne Verwarnung. Paradox: Viele der Fahrer die zu schnell unterwegs sind, seien Anwohner und Anlieger, berichtet der Erste Hauptkommissar, und genau die forderten meist nachdrücklich Geschwindigkeitsbegrenzungen. Die Polizei werde auch heuer im Altlandkreis Präsenz zeigen und Autofahrer kontrollieren, verspricht Stadler.

Meistgelesen

Eiskalt durch den Dreck
Eiskalt durch den Dreck
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
Taliban-Kommandeur im Ostallgäu festgenommen
In die Leitplanke
In die Leitplanke
Ullrich bleibt BdS-Vorsitzender
Ullrich bleibt BdS-Vorsitzender

Kommentare