Aktion "1-Parken-frei" wird fortgesetzt

Freie Stunde bleibt

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Die Aktion „1-Parken-frei“ wird zunächst fortgeführt. Die zusätzlichen Kosten übernimmt die Werbegemeinschaft.

Füssen – Die Aktion „1-Parken-frei“ wird fortgesetzt. Das beschloss der Stadtrat am Dienstagabend vergangener Woche bei drei Gegenstimmen.

Möglich macht das die Füssener Werbegemeinschaft, die die Aktion künftig mit 82 statt wie bisher 48 Cent bezuschusst. Der Anteil der Stadt beträgt auch weiterhin 48 Cent. 

Parkraumbewirtschafter APCOA ist dagegen wie angekündigt zum 1. Juli aus der Aktion ausgestiegen. Bis dato hatten sich Stadt, Werbegemeinschaft und APCOA die Kosten für die Service-Aktion – die auf dem Morisse-Parkplatz und in der Sparkassen-Tiefgarage gilt – geteilt. Bei 1,30 Euro pro Stunde parken machte das bislang jeweils 48 Cent für Stadt und Werbegemeinschaft sowie 34 Cent für APCOA. 

Aus Kostengründen ist die APCOA jedoch zum 1. Juli aus der Aktion ausgestiegen (der Kreisbote berichtete). Daraufhin hatte Sabina Riegger, Noch-Vorsitzende der Werbegemeinschaft, angekündigt, sich nach alternativen Partnern umzuschauen. Das scheint geglückt zu sein. Wie Sabina Riegger auf Nachfrage des Kreisboten erläuterte, sei es gelungen, Sponsoren mit ins Boot zu holen. „Ein Teil übernehmen wir, einen Teil Sponsoren“, sagte sie. Im Raum stand seinerzeit im Mai auch eine höhere Beteiligung der Stadt. 

Doch der damalige Kämmerer Helmut Schuster winkte ab. Allein im Jahr 2014 hatte die Stadt durch die Aktion auf Einnahmen in Höhe von 3115 Euro verzichtet. Würden sich Stadt und Werbegemeinschaft ab sofort die Kosten paritätisch teilen, beliefen sich die Mindereinnahmen der Stadtkasse bereits auf 4500 Euro, hieß es im Mai im Finanzausschuss. Von 1999 bis 2014 hat die Aktion die Stadt insgesamt 152.000 Euro gekostet. 

Wie Füssens Bürgermeister Paul Iacob (SPD) am Dienstagabend auf Anfrage aus dem Gremium mitteilte, soll im Herbst das defizitäre städtische Parkraumkonzept grundsätzlich im Stadtrat diskutiert und wenn möglich verbessert werden. „Ich hoffe, dass die Stadt jetzt ein anderes Parksystem findet“, sagte dazu Sabina Riegger von der Werbegemeinschaft.

Matthias Matz

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