Wertach erhält neues Einsatzfahrzeug

Neues Fahrzeug für die Helfer

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Große Freude über neues Einsatzfahrzeug herrscht bei Winfried Tichacek (v.l., Bereitschaftsleiter Wertach), Mathias Straub (Kreisbereitschaftsleiter), Alfred Reichert (Vorstandsvorsitzender Kreisverband Oberallgäu) und Wertachs Bürgermeister Eberhard Jehle.

Wertach – „Rotkreuz/Wertach 79/1“ heißt das neue Einsatzfahrzeug der Wertacher Helfer-Vor-Ort (HvO). Finanziert wurde das Fahrzeug vor allem durch Spenden von Bürgern, Firmen, Vereinen, Alpgenossenschaften und der Gemeinde in Höhe von fast 40.000 Euro. Jetzt wurde es offiziell in Betrieb genommen.

Nach einem feierlichen Gottesdienst erfolgte die Fahrzeugsegnung durch Pfarrer Roland Högner. Bei dem anschließenden Empfang im Pfarrheim bedankte sich der Wertacher Bereitschaftsleiter Winfried Tichacek vor allem bei der Bevölkerung für die überwältigende Wertschätzung der HvO-Arbeit, die durch die enorme Spendenbereitschaft zum Ausdruck kam. Auch Alfred Reichert, Vorstandsvorsitzender des BRK-Kreisverbandes Oberallgäu, zeigte sich beeindruckt; eine Fahrzeugsegnung dieser Art hat er in seiner langjährigen Laufbahn noch nicht erlebt. Bürgermeister Eberhard Jehle sagte: „Wenn es darauf ankommt, hilft man zusammen!“ 

Motorschaden 

„Verschrottung sinnvoll“. Das war die ernüchternde Diagnose nach einem Motorschaden des Vorgänger-Fahrzeugs. Auf dem Weg zu einem Einsatz kam das „endgültige Aus“ für den VW Passat. Das war vor anderthalb Jahren. Nach einem öffentlichen Spendenaufruf (der Kreisbote berichtete) wurde innerhalb weniger Monate die beachtliche Summe gesammelt. 

Zeitaufwendig war danach die Suche nach einem geeigneten Fahrzeug. Mit einem VW Tiguan Allrad fanden die Helfer dann das optimale Auto. VW unterstützte die Anschaffung mit einem Rabatt von 33 Prozent. Mit dem Einbau einer Sondersignalanlage, Funk, Navigation und den erforderlichen Rettungsmitteln ist das Fahrzeug jetzt komplett ausgestattet. Die HvO’s fahren zu jedem Einsatz gleich schnell. Sie unterscheiden nicht, ob jemand Hilfe verdient hat, ob die nötige Hilfe selbst verschuldet war – es zählt nur die Not. 

Dieses Handeln lobte Pfarrer Högner in seiner Predigt. Gleichzeitig wünschte er sich, dass alle Verantwortlichen, alle Politiker nach diesem Grundsatz handeln würden. „Jeder verdient es, dass man ihn vorurteilsfrei behandelt!“, bekräftigte er. 

70 Einsätze im Jahr

Abschließend bedankte sich HvO Lisa Bühler im Namen der Bereitschaft bei allen Spendern für die Unterstützung und bat um den Segen für das neue Fahrzeug. Musikalisch wurde der Gottesdienst von dem Duo Ricarda Gast und Philipp Marek und der Klarinettenmusik Wertach gestaltet. Seit über 90 Jahren gibt es die „Rotkreuzler“ schon in Wertach. Immer wieder gab es engagierte Bürger, denen eine gute Erstversorgung der Bevölkerung wichtig war. Ganz besonders bedankte sich Reichert in seiner Ansprache bei August Maul, der von 1982 bis 2005 Bereitschaftsleiter war. „August Maul war das Rote Kreuz in Wertach“, würdigte Reichart die Verdienste Mauls. Seit 2005 füllt Winfried Tichacek dieses Amt mit „Leib und Seele“ aus. 

Durch seinen Einsatz wurde der Helfer-vor-Ort Standort weiter ausgebaut. Rund 70 Einsätze fahren die Helfer-Vor-Ort im Jahr. Dazu kommen zahlreiche Einsätze auf Veranstaltungen. Für die derzeit sieben ehrenamtlichen Helfer und Helferinnen bedeutet dies einen Zeitaufwand von rund 220 Stunden im Jahr. „Das schönste Dankeschön und die größte Motivation ist ein Gespräch mit einem Notfallpatienten, dem es wieder richtig gut geht!“, betonte Winfried Tichacek.

kb

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