Wertstoffhof in Füssen erweitert

Der Wertstoffhof Füssen ist nach dem Abfallentsorgungszentrum Marktoberdorf die am meisten frequentierte Entsorgungsanlage des Landkreises Ostallgäu. Er besteht seit 1992.

Ursprünglich war der Wertstoffhof nur für kleine Container mit sieben Kubikmeter Inhalt konzipiert. Seinerzeit wurden Fraktionen wie Restmüll, Sperrmüll, Altholz oder Elektronikschrott noch nicht angenommen. Im Laufe der Jahre wurden dann allerdings immer mehr Wertstoffe gesammelt und der Wiederverwertung zugeführt. Dies führte letztendlich zu einem permanenten Platzmangel. Die Ostallgäuer BürgerInnen nehmen die Abfalltrennung sehr ernst. Dies sieht man auch an den hohen Besucherzahlen am Wertstoffhof Füssen mit bis zu 900 Anlieferungen pro Tag. Das hat oftmals zu längeren Wartezeiten und Rückstaus über mehrere 100 Meter geführt. Diese Problematik konnte trotz Verlängerung der Öffnungszeiten nicht entschärft werden. Daher hat sich der Landkreis Ostallgäu zusammen mit der Stadt Füssen dazu entschlossen, den Wertstoffhof zu erweitern. Die Stadt Füssen betreibt den Wertstoffhof im Auftrag des Landkreises und ist als Grundstückseigentümer auch Bauherr. Die Baumaßnahmen umfassten die Sanierung der vorhandenen Containerstellplätze und die Erweiterung der Außenanlage um neun Meter nach Osten. Damit konnten weitere zwölf PKW-Stellplätze für die Anlieferer und vier Stellplätze für Großcontainer neu geschaffen werden. Die Baukosten in Höhe von 170000 Euro trägt der Landkreis. Die Kosten für die Erweiterung und den Betrieb des Wertstoffhofes werden anteilig aus Verwertungserlösen, Abfallgebühren und Zahlungen der Dualen Systeme für die Verpackungsentsorgung, finanziert. Unter Anderem werden folgende Abfallarten am Wertstoffhof Füssen angenommen: Altkühlgeräte, Haushaltsgeräte, Computer, Fernseher, Bauschutt, Papier und Kartonagen, Verpackungen (Grüne Wertstoffsäcke), Folien, Sperrmüll, Restmüll, Holz, Altkleider, Altmetall, Glas, Dosen und Farben. Wie sich schon in den ersten Tagen nach Abschluss der Baumaßnahmen gezeigt hat, kann in der vergrößerten Anlage der Betrieb wesentlich reibungsloser abgewickelt werden. Die Warteschlangen vor den Toren gehören damit hoffentlich der Vergangenheit an. Hervorzuheben ist die gute Zusammenarbeit zwischen den Verwaltungen der Stadt und des Landkreises. Angefangen von der Bereitstellung der erforderlichen Grundstücksfläche durch die Stadt Füssen über die gemeinsame Entwicklung der Planung und die gemeinsam abgestimmte Abwicklung der Baumaßnahme.

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