Wohnungen für Familien

Wettbewerb um die geplante Wohnanlage – Drei Architekturbüros überzeugen

Füssen Baugebiet Floßergasse
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Unterhalb des Franziskanerklosters, wo jetzt noch Unterholz wächst, soll bezahlbarer Wohnraum entstehen. Verhandlungen mit drei dafür infrage kommenden Architekturbüros sollen jetzt geführt werden, so der Beschluss des Stadtrates.
  • vonKatharina Knoll
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Füssen – Die Sieger des Wettbewerb um die geplante Wohnanlage auf dem Grundstück Floßergasse 22 stehen fest. Der erste Preis geht an das Studio Rauch aus München. Den zweiten Platz teilen sich die Stadtmüller Burkhardt Graf Architekten aus Kaufbeuren mit den Adrianowytsch Architekten BDA aus Augsburg. Wer den Auftrag am Ende bekommen wird, steht allerdings noch nicht fest. Das werden die weiteren Verhandlungen ergeben, erklärte Hauptamtsleiter Peter Hartl in der jüngsten Sitzung des Stadtrates.

Die Stadt Füssen möchte bekanntlich auf dem Gelände mitten in der Altstadt eine Wohnanlage für bezahlbares Wohnen errichten. Anläufe eines privaten Investors, unterhalb des Klosters mehrere Wohnhäuser zu errichten, waren vor einigen Jahren am heftigen Widerstand einiger Bürger und des Historischen Vereins „Alt Füssen“ gescheitert. Im vergangenen September hatte der Stadtrat die Stadtverwaltung aber beauftragt, einen Einladungswettbewerb für das Projekt zu starten. Ihr Ziel war es konkrete Vorschläge zu erhalten, wie das Grundstück genutzt und bebaut werden könnte. Die Teilnehmer sollten Ideen für eine städtebaulich qualitätsvolle Wohnanlage mit nachhaltigen, flexiblen, ökonomischen und ökologisch sinnvollen Gebäudestrukturen sowie eines attraktiven und hochwertigen Grün- und Freiflächensystems erarbeiten. Zudem sollte das Ganze verträglich in das topografisch anspruchsvolle Gelände eingebunden werden.

Elf Teilnehmer

Für den Wettbewerb wählten die Verantwortlichen elf Teilnehmer aus, die Erfahrung im geförderten Wohnungsbau, in Innovation und Gestaltung sowie die nötigen Personalressourcen sowie Referenzen hatten. Alle reichten fristgerecht bis zum 20. Januar ihre Arbeiten ein, die dann das Preisgericht in zwei Rundgängen bewertete. Übrig blieben drei Arbeiten, die die Fach- und Preisrichter analysierten und gemäß der Auslobung schriftlich beurteilten. Diese Bewertungen mit allen positiven und negativen Aspekten finden Interessierte ab sofort online auf der Homepage der Stadt Füssen unter www.stadt-fuessen.de, informierte Hartl die Räte.

Den ersten Platz, der mit 9000 Euro Preisgeld dotiert ist, sicherte sich das Studio Rauch aus München. Der Entwurf sieht zwei miteinander verbundene Häuser mit einem Treppengang und einem Lift vor. „Die Obergeschosse sind verbunden“, erklärte der Hauptamtsleiter. In den Gebäuden befinden sich „relativ wenig Wohnungen“, da diese für Familien ausgelegt sind und deshalb vier bis fünf Zimmer umfassen.

Aufgrund des Abstimmungsergebnisses der Jury wurden zwei zweite Preise mit jeweils 4500 Euro Preisgeld, dafür aber kein dritter Preis, vergeben. Für den Wettbewerb haben die Architekten ein durchgehendes Gebäude entworfen, das mit Holz verkleidet ist und ein Stück weit in den Hang hineinreicht. Im zweiten Beitrag wirkt das Wohnhaus von außen als ob es aus vier kleineren Gebäuden besteht.

„Die weiteren Verhandlungen werden mit allen drei geführt“, sagte Hartl. Die Büros werden ihre Entwürfe überarbeiten und ihre Honorarangebote einreichen, so die Planung. Anhand einer Bewertungsmatrix wird der Zuschlag für die Fortführung der weiteren Planleistungen erteilt. „Erst dann steht das endgültige Ergebnis fest, wer den Auftrag bekommt“, kündigte der Hauptamtsleiter an. „Wahrscheinlich wird der Stadtrat Ende April einen Entschluss diesbezüglich fassen.“

Die Ratsmitglieder erklärten sich mit dem weiteren Vorgehen einverstanden und nahm den derzeitigen Stand des Wettbewerbs zur Kenntnis.

Katharina Knoll

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