Zwei Säulen der Gesundung

Erstmals lädt die St. Vinzenz Klinik zur Fortbildung für heimische Sportler

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Die Referenten der Veranstaltung für Vereine und Sportler: Dr. med. Stefan Wagner (v.l.), Dr. med. Christian Schoch und Dr. med. Björn Drews.

Pfronten – Die erste Fortbildungsveranstaltung für Vereine und interessierte Sportler fand jetzt in der St. Vinzenz Klinik statt.

Die beiden Sportorthopäden, Dr. Christian Schoch (Leiter der Schulter- und Ellenbogenchirurgie) und Dr. Björn Drews (Leiter der Kniechirurgie und Sportorthopädie) gestalteten für die Teilnehmer einen sehr kurzweiligen Vormittag rund um die Themen Kreuzbandverletzungen und Schulterluxationen. 

Die Versorgung von Sportverletzungen gehört in Pfronten schon länger zu den Schwerpunkten, so dass im MVZ St. Vinzenz an den Standorten Pfronten und Füssen sowohl ambulante Knie-Sprechstunden durch Dr. Drews sowie Ellenbogen- und Schultersprechstunden durch Dr. Schoch angeboten werden. Die Ärzte stehen aber auch in der St. Vinzenz Klinik für die unter Umständen notwendigen operativen Versorgung zur Verfügung stehen. 

Für eine optimale Diagnostik können auf kurzen Wegen neben den klassischen Röntgen-Aufnahmen auch CT- und MRT-Untersuchungen bei entsprechender Dringlichkeit zügig vorgenommen werden, was den Patienten im Akutfall viel Zeit sparen könne. 

Nach einer kurzen Erläuterung, wie es typischerweise zu Verletzungen am Knie und der Schulter kommt und was hierbei genau passiert, wie diese medizinisch versorgt werden und welche Sportarten besonders betroffen sind, gingen die Mediziner auf die Anschlussheilbehandlung ein. „Nachbehandlung ist das halbe Leben“, so Dr. Schoch. 

Die operative Versorgung sei jedoch das eine, das Training danach das andere. Beides sei am Ende entscheidend für die spätere Belastbarkeit. Wichtig sei in diesem Zusammenhang vor allem der Faktor Zeit. Werde zu schnell wieder normal trainiert oder sogar die Teilnahme an Wettkämpfen angestrebt, steige das Risiko einer erneuten Verletzung erheblich. Daher würden in Pfronten regelmäßig Kontrolltermine vereinbart, um mögliche Fehlentwicklungen während der Heilungsphase korrigieren zu können und mit einfachen Tests den Status der Patienten hinsichtlich der „Sporttauglichkeit“ zu beurteilen. 

Neues Angebot

Bevor Dr. Drews und Dr. Schoch auf das Thema der Prävention eingingen, erhielten die interessierten Teilnehmer der Veranstaltung noch Informationen zur sportmedizinischen Leistungsdiagnostik, die St. Vinzenz ProAktiv seit einiger Zeit anbietet. Dr. Stefan Wagner, leitender Oberarzt der Anästhesie in Pfronten und Teil des Ärzteteams, die diese Diagnostik begleiten, erläuterte das Vorgehen und Vorteile einer medizinisch begleiteten Untersuchung. Ans Herz legten die Ärzte den Teilnehmern die präventiven Maßnahmen im Sportverein/ beim Training, um erstmalige aber auch erneute Verletzungen zu vermeiden. 

Vor dem Hintergrund, dass etwa die Hälfte der aktiven Sportler nach einer Kreuzbandverletzung nicht mehr ihr ursprüngliches Leistungsniveau erreichen kann, gleichzeitig durch Studien belegt sei, dass durch gezieltes vorbeugendes Training das Verletzungsrisiko um 51 Prozent reduziert werden kann, sollte dies Motivation genug sein.

Ideal seien regelmäßige Trainingseinheiten, um beeinflussbare Faktoren wie beispielsweise die Haltung und Koordination zu optimieren. Diese können in fast allen Sportarten problemlos ins sportspezifische Aufwärmtraining integriert werden. Hierzu gab es eine Vielzahl an Beispielen und Möglichkeiten, wie eine Umsetzung in der Praxis aussehen könnte. Aufgrund der positiven Rückmeldungen der Teilnehmer, soll diese Fortbildungsveranstaltung zukünftig jeweils im Frühjahr und Herbst zu verschiedenen Themen angeboten werden. Sie richtet sich an Vereine mit ihren Trainern, Physiotherapeuten, betreuenden Ärzten, aber auch an alle interessierten Sportler.

kb

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