Tourismusverband veröffentlicht Bilanz

Das Ostallgäu ist bei Touristen beliebt

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Kein Wunder angesichts dieser Aussicht: Der Tourismus im Ostallgäu läuft nach wie vor auf Hochtouren und kann positive Zahlen präsentieren.

Landkreis – Das Ostallgäu wird bei Touristen immer beliebter. Weit mehr als eine Million Gäste aus aller Welt besuchten im vergangenen Jahr den Landkreis, wie der Tourismusverband Ostallgäu jüngst bekannt gab.

Landrätin und Verbandsvorsitzende Maria Rita Zinnecker (CSU) sprach von Rekordzahlen bei den Ankünften und Übernachten. Sie verband die durchweg erfreuliche Bilanz jedoch auch mit der Mahnung, in Zukunft „nicht mehr Quantität, sondern mehr Qualität“ in den Fokus zu stellen.

„Wir sind weiter im Aufwärtstrend“, freuten sich Landrätin Zinnecker und Verbands-Geschäftsführer Robert Frei, die die Tourismus-Bilanz 2017 präsentierten. Insgesamt waren 2017 rund 1,33 Millionen Menschen im Ostallgäu zu Gast, was einem Plus von 5,2 Prozent gegenüber dem Vorjahr entspricht. Auch bei den Übernachtungen stieg die Zahl auf rund 4,46 Millionen an - ein Plus von 2,7 Prozent.

Im allgäu- und bayernweiten Vergleich liegt das Ostallgäu dabei weit über dem Durchschnitt. Auch der Trend zum Campingurlaub setzt sich weiter fort. Bei den Übernachtungen verzeichnete der Tourismusverband einen Anstieg von 5,1 Prozent auf knapp 670.000 Übernachtungen. Einen leichten Anstieg bei den Übernachtungen im Vergleich zu 2016 gab es auch bei Urlaub auf dem Bauernhof. Dies deutet auf eine längere Aufenthaltsdauer bei dieser Art Feriendomizil hin. 

Die Zahlen belegen allerdings auch, dass zwar mehr Gäste ins Ostallgäu kamen, diese aber nicht zwangsläufig länger blieben. Die durchschnittliche Aufenthaltsdauer hat sich im Vergleich zu 2016 etwas verkürzt. Sie liegt mit 3,36 Tagen leicht unter dem Niveau vom Vorjahr (3,45 Tage). Dies sei, so Zinnecker, unter anderem auf zahlreiche Tagesgäste und Einnächter vor allem im südlichen Landkreis zurückzuführen. 

Mehr Qualität gewünscht

Das Ostallgäu habe alles zu bieten, was sich Touristen nur wünschten, sagte Zinnecker. Eine hervorragende touristische Infrastruktur, eine Vielzahl an Freizeitmöglichkeiten, spitzenmäßige Gastgeber und ein einmaliges Naturerlebnis, führte sie weiter aus. Allerdings sei darauf zu achten, dass es nicht allein um stetig mehr Wachstum im Tourismus gehen dürfe. „Wir brauchen mehr Qualität und wir müssen den Tourismus im Sinne der Gäste, aber besonders im Sinne der Einheimischen effizienter und zielgerichtet steuern.“ 

Als Negativbeispiel wurde der anhaltende Streit zwischen Wanderern und Mountainbikern im Oberallgäu oder im Schwarzwald genannt. Das Ostallgäu richte sich strategisch aus und habe alle am Tourismus beteiligten Akteure bereits vergangenen November mit dem neu gegründeten Tourismusforum an einen Tisch gebracht. 2018 soll es eine Fortsetzung des interdisziplinären Dialogs geben. Das Tourismusforum werde bis Anfang 2019 einen regionalen touristischen Maßnahmeplan entwickeln, so Frei. Es sei ein wichtiger Schritt für eine nachhaltige und innovative Entwicklung des Tourismus im Ostallgäu.

Als Erfolgsmodell bezeichnete Zinnecker das Projekt „Allgäumobil“, das Touristen mit Gästekarte und KönigsCard die kostenlose Nutzung des öffentlichen Nahverkehrs ermöglicht. Waren es 2016 noch rund 230.000 Nutzungen, verzeichnete der Tourismusverband 2017 knapp 250.000 kostenfreie Fahrten. Seit dem Start des Projekts „Allgäumobil“ wurden mehr als 1,1 Millionen Nutzungen registriert.

Fünf Sterne für Radrunde

Weitere Aushängeschilder des heimischen Tourismus sind die ABK Allgäuer Radltour, die heuer zum zehnten Mal stattfindet. Sie startet am 17. Juni in Kaufbeuren. Weiteres Highlight im touristischen Programm des Ostallgäus ist außerdem die „Schlosspark-Radrunde“, die als eine von nur zwei Radrunden in Deutschland mit fünf Sternen vom ADFC ausgezeichnet wurde.

ah

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