IHK Kaufbeuren und Ostallgäu sieht Wettbewerbsfähigkeit durch extrem hohe Strom- und Gaspreise bedroht

Wirtschaft im Ostallgäu: Sorgen wegen Energiewende

Strommasten
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Angesichts stetig steigender Strompreise wächst bei den Ostallgäuer Unternehmen die Besorgnis.
  • Matthias Matz
    VonMatthias Matz
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Landkreis – Bei den Ostallgäuer Unternehmern wächst die Sorge vor den Auswirkungen der Energiewende und weiter stark ansteigenden Strompreisen. 

„Für die regionale Wirtschaft entwickelt sich die Strompreiskurve zunehmend zum wirtschaftlichen Risiko“, wird Peter Leo Dobler, Vorsitzender der IHK-Regionalversammlung Kaufbeuren und Ostallgäu, in einer Pressemitteilung zitiert. Der Blick in die Zukunft sei von Unsicherheiten geprägt.

Die historisch hohen Stromkosten seien für viele Firmen eine große wirtschaftliche Belastung. „Aktuell beobachten wir massiv steigende Strompreise. Mit dem Ausstieg aus der Kern- und Kohleenergie in den kommenden Jahren und parallel steigendem Strombedarf, wird sich diese Situation noch weiter verschärfen“, betont Björn Athmer, Regionalgeschäftsführer der IHK im Allgäu.

Dass die Finanzierung der EEG-Umlage über den Strompreis ab 2023 entfallen soll, sieht er als wichtigen Schritt zur Senkung der Strompreise. „Aber die Entlastung ist nicht für alle Unternehmen gleichermaßen wirksam. Gerade die energieintensive Industrie wird kaum entlastet, ist durch den Preisanstieg aber in ihrer Wettbewerbsfähigkeit besonders bedroht.“

Ähnliche Entwicklungen und explodierende Preise sind auch beim Energieträger Gas zu beobachten und kommen erschwerend hinzu.

Das Abschalten des AKW Gundremmingen rücke zudem das Thema Versorgungssicherheit stärker in den Fokus. Schwaben wurde mit einem Schlag vom großen Stromproduzenten zum Netto-Strom-Importeur. Gerhard Schlichtherle, Vize-Präsident der IHK Schwaben, bewertet die Situation so: „Wir brauchen als Industriestandort weiterhin eine sehr zuverlässige, hochwertige Stromversorgung“. Voraussetzung für die Stromimporte aus dem In- und Ausland seien aber leistungsfähige Netze. Deren Ausbau müsse viel schneller und unbürokratischer vorangetrieben werden, fordert er

Laut aktuellen Prognosen des Wirtschaftsministeriums ist mit einer Steigerung des Stromverbrauchs von gut zehn Prozent bis 2030 zu rechnen. Größter Treiber dafür sei die Elektromobilität. „Nun müssen dringlich die Voraussetzungen bei der Lade-Infrastruktur geschaffen werden. Der Engpass liegt aber nicht nur im Bereich der öffentlich zugänglichen Ladepunkte“, so IHK-Regionalvorsitzender Dobler.

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